Revision [1d831ea]
Letzte Änderung am 2015-06-15 22:19:37 durch JJ
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Revision [48b9426]
Bearbeitet am 2015-06-03 19:41:52 von JanaBonssWolf
ADDITIONS
Die Anfechtung muss zudem zulässig sein (negativ Beispiel [**§ 164 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__164.html) II )
Nach den [**§ 116 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__116.html), [**§ 118 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__118.html) kann dies der Fall sein, wenn "geheimer Vorbehalt", "Mangel
>>>**2. Erklärungsirrtum, [§ 119 BGB](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__119.html) I, 2. Alt.**
>>>**3. Eigenschaftsirrtum, [§ 119 BGB](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__119.html) II**
>>>**4. Falsche Übermittlung, [§ 120 BGB](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__120.html)**
>>>**5. Arglistige Täuschung,[§ 123 BGB](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__123.html) I, 1. Alt.**
>>>**6. Widerrechtliche Drohung, [§ 123 BGB](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__123.html) I, 2. Alt.**
**C. Anfechtungserklärung, [§ 143 BGB](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__143.html)**
**D. Anfechtungsfrist,[§ 121 BGB](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__121.html)[§ 124 BGB](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__124.html)**
In den Fällen der §§119, 120 BGB muss die Anfechtung unverzüglich (ohne Schuldhaftes Zögern) nach
verstrichen, ist die Anfechtung ausgeschlossen vgl. §121 II BGB.
Die Willenserklärung ist gem. [**§ 142 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__142.html) I von Anfang an nichtig. Das Rechtsgeschäft wird so behandelt,
DELETIONS
Die Anfechtung muss zudem zulässig sein (negativ Beispiel § 164 II BGB)
Nach den §§ 116 - 118 kann dies der Fall sein, wenn "geheimer Vorbehalt", "Mangel
>>>**2. Erklärungsirrtum, §119 I, 2. Alt.**
>>>**3. Eigenschaftsirrtum, §119 II**
>>>**4. Falsche Übermittlung, §120**
>>>**5. Arglistige Täuschung, §123 I, 1. Alt.**
>>>**6. Widerrechtliche Drohung, §123 I, 2. Alt.**
**C. Anfechtungserklärung, §143**
**D. Anfechtungsfrist, §§121, 124**
In den Fällen der §§119, 120 muss die Anfechtung unverzüglich (ohne Schuldhaftes Zögern) nach
verstrichen, ist die Anfechtung ausgeschlossen vgl. §121 II.
Die Willenserklärung ist gem. §142 I von Anfang an nichtig. Das Rechtsgeschäft wird so behandelt,
Revision [6677d44]
Die älteste bekannte Version dieser Seite wurde von JanaBonssWolf am 2015-06-02 17:20:34 erstellt
ADDITIONS
# Prüfungsschema – Anfechtung einer Willenserklärung:
`(aus Metzler-Müller – Wie löse ich einen Privatrechtsfall? – 6. Auflage, Stuttgart, 2011)`
Dargestellt wird hier ein möglicher Anspruchsaufbau für die Erstellung des Gutachtens,
insbesondere für die **Anfechtung einer Willenserklärung**.
Die Anfechtung ermöglicht einer Vertragspartei unter bestimmten Umständen,
die Wirkung einer Willenserklärung rückwirkend (ex tunc) für nichtig zu erklären.
Voraussetzung hierfür sind eine Anfechtbare Willenserklärung, ein Anfechtungsgrund
sowie eine Anfechtungserklärung, welche in der vorgegebenen Frist erfolgen muss.
Die Anfechtung muss zudem zulässig sein (negativ Beispiel § 164 II BGB)
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**A. Anfechtbare Willenserklärung**
Zunächst ist Voraussetzung, dass eine Willenserklärung existiert und nicht nichtig ist.
Nach den §§ 116 - 118 kann dies der Fall sein, wenn "geheimer Vorbehalt", "Mangel
der Ernstlichkeit" oder ein "Scheingeschäft" vorliegen.
Außerdem muss geprüft werden, ob der Erklärende schutzwürdig in seinem Vertrauen
auf das Erklärte ist.
**B. Anfechtungsgrund**
{{taris url="http://kt-texte.de/taris/?path=0&subsumsession=0&root=2898" h="5"}}
>>>**1. Inhaltsirrtum. [§ 119 BGB](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__119.html) I, 1. Alt.**

>>>Willensmangel, bei dem der Erklärende eine fehlerhafte Vorstellung von Inhalt und Tragweite
>>>der von ihm abgegebenen Willenserklärung hat. Merke: Der Erklärende weiß was er sagt, weiß
>>>aber nicht was er damit sagt.

>>>http://wdb.fh-sm.de/WIPRIFallRestaurant
>>>http://wdb.fh-sm.de/WIPRIFallImbiss

>>>**2. Erklärungsirrtum, §119 I, 2. Alt.**

>>>Ein Erklärungsirrtum liegt vor, wenn der Erklärende die Erklärung dieses Inhalts nicht abgegeben
>>>wollte. Merke: Der Erklärende erklärt nicht das, was er erklären will, sondern verschreibt, vergreift
>>>oder verspricht sich.

>>>http://wdb.fh-sm.de/WIPRIFallWohnwagen
>>>http://wdb.fh-sm.de/WIPRIFallBestellung

>>>**3. Eigenschaftsirrtum, §119 II**

>>>Irrtum des Erklärenden bei der Abgabe einer Willenserklärung über die verkehrswesentlichen
>>>Eigenschaften einer Person oder Sache.

>>>http://wdb.fh-sm.de/WIPRIFallAutohaus
>>>http://wdb.fh-sm.de/WIPR1Anfechtung

>>>**4. Falsche Übermittlung, §120**

>>>Der Erklärende bedient sich zur Übermittlung seiner Willenserklärung einer Person oder Einrichtung
>>>(Post, Telekom, Bote), die die "Willenserklärung" unrichtig übermittelt

>>>**5. Arglistige Täuschung, §123 I, 1. Alt.**

>>>Vorsätzliche Erweckung, Verstärkung oder Aufrechterhaltung eines Irrtums, wobei die Täuschungshandlung
>>>in einem positiven Tun oder Unterlassung bestehen kann. Bedingter Vorsatz reicht aus.

>>>http://wdb.fh-sm.de/WIPRIFallUnfallwagen

>>>**6. Widerrechtliche Drohung, §123 I, 2. Alt.**

>>>Drohung ist die Ankündigung eines künftigen Übels, auf dessen Eintritt der Erklärende aus der Sicht
>>>des Adressaten Einfluss hat.

**C. Anfechtungserklärung, §143**
Die Anfechtung kann ausdrücklich oder konkludent abgegeben werden. Der Ausdruck "Anfechtung" ist
hierbei nicht wichtig, es genügt wenn der Erklärende zu erkennen gibt, dass die Erklärung aufgrund eines
o.g. Anfechtungsgrundes nicht gelten lassen will.
**D. Anfechtungsfrist, §§121, 124**
In den Fällen der §§119, 120 muss die Anfechtung unverzüglich (ohne Schuldhaftes Zögern) nach
Kenntniserlangung des Berechtigten erfolgen. Sind seit der Abgabe der Willenserklärung zehn Jahre
verstrichen, ist die Anfechtung ausgeschlossen vgl. §121 II.
**Wirkung der Anfechtung:**
Die Willenserklärung ist gem. §142 I von Anfang an nichtig. Das Rechtsgeschäft wird so behandelt,
als sei es überhaupt nicht vorgenommen worden.
**Weiterführende Links:**
http://wdb.fh-sm.de/WIPRIFallWintermantel
http://wdb.fh-sm.de/WIPRIFallArbeitsvertrag