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Tutorium Kostenrechnung


Betriebsabrechnungsbogen und Kalkulatorische Kosten - Aufgaben



Teil 1

1. Die Kosten des allgemeinen Bereichs und der Fertigungshilfsstelle sind nach den angegebenen Schlüsselzahlen auf die Hauptkostenstellen umzulegen. Die Umlage des allgemeinen Bereichs erfolgt nach Köpfen:

Materialbereich 5
Fertigung A 32
Fertigung B 48
Hilfskostenstelle der Fertigung 8
Verwaltung 17
Vertrieb 10

Grundlage für die Umlage der Hilfskostenstelle der Fertigung sind die verrechneten Arbeitsstunden:

Fertigung A: 37
Fertigung B: 63

Gemeinkosten Allg. Bereich Materia Fertigung A Fertigung B Fertigung HKS Verwaltung Vertrieb
Summe der Gemeinkosten 125.000,00 6.000,00 13.500,00 33.000,00 41.500,00 4.600,00 15.100,00 11.300,00
Summe

2. In einem Betrieb wird ein Produkt P produziert, das sowohl Fertigung 1 als auch Fertigung 2 durchläuft. Für den abgelaufenen Monat liefert die Kostenrechnung folgende Daten:

Gemeinkosten je Stelle Euro
Material 22.200,00
Fertigung 1 164.140,00
Fertigung 2 241.200,00
Verwaltung 100.000,00
Vertrieb 112.000,00

Weitere Angaben:

Fertigungsmaterial: ?
Fertigungslöhne 1: 184.000,00 €
Fertigungslöhne 2: ?
SEKF1: 30.580,00 €
Bei den unfertigen Erzeugnissen wurde eine Bestandsminderung von 2.000,00 € festgestellt.
Insgesamt wurde eine Bestandsmehrung von 9.000,00 € errechnet.
Ist-Zuschlagsätze: MGK 30 %; VtGK 14 %

a) Ermitteln Sie den Verbrauch an Fertigungsmaterial.
b) Berechnen Sie den Ist-Gemeinkostenzuschlagssatz für die Verwaltung.
c) Ermitteln Sie die Art und Höhe der Bestandsveränderungen bei den fertigen Erzeugnissen.
d) Berechnen Sie den Ist-Gemeinkostenzuschlagssatz für die Fertigung 2.


3.
Ein BAB weißt für den Monat Januar folgende Gemeinkostensummen auf:

Material: ?
Fertigung 1: 260.000,00
Fertigung 2: ?
Verwaltung: 72.000,00
Vertrieb ?
An Einzelkosten fielen an:
FM: ?; FL 1: 200.000,00; FL 2: ?; SEKF 2: 30.000,00

Weitere Angaben:

Materialkosten: 75.000,00, Fertigungskosten 2: 250.000,00, MGK 25 %, FGK 2: 175 %, VwGK 9 %.
UE Anfangsbestand 400.000,00, Schlussbestand 450.000,00

a) Berechnen Sie die Höhe des Fertigungsmaterials.
b) Ermitteln Sie den Zuschlagsatz der Fertigungsstelle 1.
c) Berechnen Sie die Höhe der Fertigungslöhne 2.
d) Ermitteln Sie die HKU.
e) Berechnen Sie Art und Höhe der BVFE.


Teil 2:

Wiederholung: Kostenstruktur

Bei einer Produktionsmenge von 24.000 Stück betragen die Fixkosten/Stück 10,00 €.
Bei einer Produktionsmenge von 20.000 Stück betragen die Kosten/Stück 47,00 €.

a) Ermitteln Sie die Gesamtkostenfunktion.
b) Berechnen Sie die Stückkosten bei einer Menge von 40.000 Stück.


Wiederholung: Kalkulatorische Abschreibung

Eine Maschine wurde für 22.000 € erworben. Die Anschaffungskosten sollen der Basiswert sein. Die
Maschine wird schätzungsweise 5 Jahre nutzbar sein und dann einen Restwert von 2.000 € haben.
Ermitteln Sie den jährlichen kalkulatorischen Abschreibungsbetrag bei

a) linearer Abschreibung,
b) geometrisch-degressiver Abschreibung und
c) arithmetisch-degressiver Abschreibung.


Kalkulatorische Wagnisse

Ein Wagnis ist die mit jeder unternehmerischen Tätigkeit verbundene …, welche das eingesetzte Kapital bedroht. Höhe und Zeitpunkt von Verlusten sind nicht …
Das allgemeine Unternehmerwagnis wird kalkulatorisch nicht angesetzt, sondern mit dem …der Unternehmung abgegolten.

Einzelwagnisse beziehen sich unmittelbar auf einzelne Unternehmensbereiche. Sie sind aufgrund von Erfahrungswerten berechenbar und können somit kalkulatorisch angesetzt werden. Beispiele:

- Bestandswagnis (Schwund, Entwertung von Vorräten)
- Gewährleistungswagnis ( Garantieverpflichtungen, Nacharbeit)
- Anlagenwagnis (Ausfälle, Wertminderungen)

Durchschnittlicher Wagnisverlust = -- * 100

Beispiel:

Wagnisverlust 2006: 600 € Anschaffungskosten 2006: 26.000 €
Wagnisverlust 2007: 350 € Anschaffungskosten 2007: 18.000 €
Wagnisverlust 2008: 550 € Anschaffungskosten 2008: 26.000 €
Wagnisverlust 2009: 500 € Anschaffungskosten 2009: 30.000 €

Durchschnittlicher Wagnisverlust = -- * 100 =

Übung:
Im Anlagenbereich eines Unternehmens sind in den vergangenen 4 Jahren folgende Wagnisverluste eingetreten:

Jahr Eingetretene Verluste in € Wiederbeschaffungswert der Anlagen in €
1 10.400 700.000
2 9.300 950.000
3 10.000 900.000
4 10.500 1.070.000
Summe 40.200 3.620.000

Wie hoch ist das Anlagewagnis im 5. Jahr, wenn der Wiederbeschaffungswert der Anlagen im 5. Jahr
1.500.000 € beträgt?

Kalkulatorische Miete

Stellt ein Einzelunternehmer oder Gesellschafter einer Personengesellschaft …für betriebliche Zwecke zur Verfügung, wird eine Miete kalkulatorisch angesetzt. Werden Gegenstände, die dem Unternehmer … gehören, betrieblich genutzt, können hierfür kalkulatorische Kosten berücksichtigt werden.
Die Miethöhe kann sich an der ortsüblichen Miete orientieren oder durch anteilige Erfassung aller mit dem Mietobjekt verbundenen Kosten festgelegt werden.

Beispiel:
Zur Berechnung der kalkulatorischen Miete sollen bei einer OHG die durchschnittlichen Kosten der letzten drei Jahre zugrunde gelegt werden.

Kosten in € 2007 2008 2009
Abschreibungen 14.500 14.500 14.500
Hypothekenzinsen 9.450 11.100 10.630
Instandhaltung 3.300 3.450 3.520
Sonstige Kosten 2.630 2.710 2.720
Summe 29.880 31.760 31.370

Kalk. Miete = ....

Betriebsabrechnungsbogen (BAB)

1. Welche Kostenstellenhauptgruppen lassen sich bei funktionsorientierter Kostenstellengliederung unterscheiden?
2. Wodurch lassen sich Haupt- und Hilfskostenstellen unterscheiden?

Erstellung
1. Aufnahme Einzelkosten (nicht notwendig)
2. Aufnahme Gemeinkosten
3. Verursachungsgerechte Umlage der Gemeinkosten
4. Feststellung Gemeinkostenzuschläge (Ist- und Normalzuschläge)
5. Ermittlung der Normalgemeinkosten
6. Feststellung von Kostenüber-/unterdeckungen

Überblick über den BAB:

Kostenart Allg. Bereich,z. B. Fuhrpark,Kantine Materialbereich Fertigungshauptstelle/n Fertigungshilfsstelle Verwaltungsbereich Vertriebsbereich
Gehälter
Miete
Energie
Summe
Umlage Hilfskostenstellen
Summe


Ermittlung der Gemeinkostenzuschlagssätze

Ist-Materialgemeinkostenzuschlag = Materialgemeinkosten/Fertigungsmaterial * 100

Ist-Fertigungsgemeinkostenzuschlag = Fertigungsgemeinkosten/Fertigungslöhne * 100

Ist-Verwaltungsgemeinkostenzuschlag = Verwaltungsgemeinkosten/HKU * 100

Ist-Vertriebsgemeinkostenzuschlag = Vertriebsgemeinkosten/HKU * 100


Ermittlung der Normal-Gemeinkosten

Normal-Materialgemeinkosten = Ist-Fertigungsmaterial * Normalzuschlag

Normal-Fertigungsgemeinkosten = Ist-Fertigungslöhne * Normalzuschlag

Normal-Verwaltungsgemeinkosten = Normal-Herstellkosten * Normalzuschlag

Normal-Vertriebsgemeinkosten = Normal-Herstellkosten * Normalzuschlag


3. Erstellen Sie nach folgenden Angaben den Betriebsabrechnungsbogen.

Kostenstellen Zu verteilender Betrag in € Verteilungsschlüssel KS Material KS Fertigung KS Verwaltung KS Vertrieb
Gemeinkosten
Hilfsstoffe 45.900,00 2.000 40.000 500 3.400
Strom 4.698,00 kWh 26.660 8.120 6.710 10.710
Gehälter 145.000,00 Gehaltsliste 8.600 15.200 96.100 25.100
Hilfslöhne 45.000,00 Arbeitsstunden 200 1.110 80 110
Reinigung 12.950,00 Fläche in m² 900 2.250 250 300
Abschreibungen 20.500,00 2.000 11.000 3.000 4.500
Summe

Kostenstellen Zu verteilender Betrag in € Verteilungsschlüssel KS Material KS Fertigung KS Verwaltung KS Vertrieb
Gemeinkosten
Hilfsstoffe 45.900,00
Strom 4.698,00
Gehälter 145.000,00
Hilfslöhne 45.000,00
Reinigung 12.950,00
Abschreibungen 20.500,00
Summe


Der mehrstufige BAB

Nach der Umlage der Gemeinkosten auf die einzelnen Kostenstellen ergeben sich für die letzte Abrechnungsperiode in einem industriellen Betrieb folgende Summen:

Angefallene Gemeinkosten, gesamt: 115.000,00
davon sind umzulegen auf: Hilfskostenstelle Fuhrpark 11.500,00
Hilfskostenstelle Kantine: 10.000,00
Hilfskostenstelle Lehrwerkstatt: 2.100,00
Hauptkostenstelle Material: 10.400,00
Hauptkostenstelle Fertigung 1: 21.800,00
Hauptkostenstelle Fertigung 2: 39.300,00
Hauptkostenstelle Verwaltung: 15.700,00
Hauptkostenstelle Vertrieb: 4.200,00

Die auf die Hilfskostenstellen entfallenen Gemeinkosten sind wie folgt umzulegen:

Fuhrpark:
Nach in Anspruch genommener Zeit in Stunden:
Materialstelle: 90 h, Fertigung 1: 60 h, Fertigung 2: 50 h, Lehrwerkstatt: 10 h, Verwaltung: 20 h, Vertrieb: 70 h

Kantine:
Nach Zahl der Belegschaftsmitglieder:
Fuhrpark: 2, Materialstelle: 4, Fertigung 1: 16, Fertigung 2: 6, Lehrwerkstatt: 2, Verwaltung: 6, Vertrieb: 4

Lehrwerkstatt:
Nach zukünftigem Einsatzbereich:
Verhältnis 3:2 (Fertigung 1 : Fertigung 2)

Kostenstelle zu verteilende Gemeinkosten Allgemeiner Bereich Allgemeiner Bereich Material Fertigung 1 Fertigung 2 Lehrwerkstatt Verwaltung Vertrieb
Kostenart
Summe 1
Gemeinkosten
...
...
Summe 2
Gemeinkosten

Weitere Angaben für später:
Fertigungsmaterial: 50.000,00
Fertigungslöhne 1: 50.000,00
Fertigungslöhne 2: 20.000,00
Sondereinzelkosten der Fertigung: 1.000,00
Sondereinzelkosten des Vertriebs: 4.000,00
Bestandsmehrung an unfertigen Erzeugnissen: 12.000,00
Bestandsminderung im Fertigungslanger: 2.000,00

Ermitteln Sie die Gemeinkostenzuschlagsätze (Istzuschlagsätze) unter Verwendung der Ergebnisse der Aufgabe „Der mehrstufige BAB“.

Materialgemeinkosten - Zuschlagsatz (MGKZS) = (MGK * 100)/FM

MGKZS = ...=...

Fertigungsgemeinkosten - Zuschlagsatz (FGKZS) = (FGK * 100)/FL

FGKZS1 = ...=

FGKZS2 = ...=

Um die Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkostenzuschlagsätze zu ermitteln benötigen wir zuerst die Herstellkosten des Umsatzes (= HKU) als Grundlage.

Ermittlung der HKU:
...

Verwaltungsgemeinkostenzuschlagssatz = (VwGK * 100)/HKU

VwGKZS = ...=

Vertriebsgemeinkostenzuschlagssatz = (VtGK * 100)/HKU

VtGKZS =...=



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