Revision [051832c]
Letzte Änderung am 2013-06-10 18:11:48 durch TatjanaBarro
ADDITIONS
Der Kläger K hatte von seiner Tante T einen Laden für 5 Jahre und durch notariell beurkundeten Vertrag, ein daneben liegendes Grundstück für 30 Jahre gepachtet und zahlte dafür eine Nutzungsgebühr von 50 DM jährlich. Auf diesem Grundstück errichtete er, aufgrund des ihm zugestandenen Rechts, einen Anbau und betrieb darin eine Gaststätte. T setzte ihn zunächst als Erben des Grundstücks ein, doch sieben Tage vor ihrem Tod errichtete sie ein neues Testament, in dem sie die Beklagten B einsetzte und den K nicht mehr bedachte.
>>![Skizze](/uploads/BGHZ44s321/Skizze1.png)
Das Problem in diesem Fall liegt beim **Nichteintritt des bezweckten Erfolgs** ([**§ 812 I 2 Alt. 2 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__812.html)) und da bei der Frage ob zwischen den Parteien ein gegenseitiges Einverständnis über den Zweck der Leistung bestand.
K könnte einen Anspruch auf Herausgabe der Bereicherung aus [**§ 812 Abs. 1 S.2 Alt. 2 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__812.html) (condictio ob rem) haben.
>>K könnte den Anspruch aus [**§ 812 Abs. 1 S.2 Alt. 2 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__812.html) dem Grunde nach erworben haben.
>>>--> "Etwas" ist jeder Vermögensvorteil.
>>> **Hier:** Die reine Gebrauchsmöglichkeit des Anbaus durch B.
>>>--> Eine Leistung ist jede bewusste, zweckgerichtete Mehrung fremden Vermögens.
>>> **Hier:** Mit den wertsteigernden Anbaumaßnahmen hat K das Vermögen der T (jetzt B) bewusst vermehrt.
>>>>>T errichtete ein anderes Testament, in dem der K nicht mehr bedacht wurde und verstarb einige
>>>>>Tage später. Mit dem Tod der T steht fest, dass K nicht als Erbe eingesetzt wird.
>>>[Link zum Strukturbaum](http://kt-texte.de/taris/?path=0-0-0-2-2&subsumsession=6051&root=3630)
>>> **<span style="text-decoration:underline;">d) Kein Ausschluss (+)</span>**
>>>>--> [**§ 815 Alt. 1 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__815.html), [**§ 815 Alt. 2 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__815.html), [**§ 817 S.1 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__817.html)
>>>> **Hier**: In diesem Fall, nicht vorhanden.
>> **<span style="text-decoration:underline;">2. Dem Umfang nach (+)</span>**
>>>--> Pflicht zur Herausgabe des Erlangten nach [**§ 812 I S. 1 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__812.html), dazu zählen gem. [**§ 818 I BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__818.html) auch
>>> gezogene Nutzungen ([**§ 100 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__100.html)) und Surrogate. Außer wenn die Herausgabe des
>>>>Erlangten aufgrund der Beschaffenheit objektiv oder subjektiv unmöglich ist.
>>> **Hier:** Die reine Gebrauchsmöglichkeit, die B an dem Anbau hatten, kann nicht herausgebeben werden, da
>>>>diese nicht materieller Natur ist.
>>>--> Ist die Herausgabe aufgrund der Beschaffenheit nicht möglich, ist gem. [**§ 818 II BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__818.html) der Wert zu
>>>> ersetzten. Strittig ist hier jedoch welcher Zeitpunkt für die Berechnung des Wertersatzes zugrunde
>>>> zu legen ist.
>>> **Hier:** Das Gericht bemisst hier den Wertersatz nach rein objektiven Grundsätzen. Es stellt auf den
>>>> Zeitpunkt, in dem feststeht, dass der bezweckte Erfolg nicht eintritt (Tod der T) ab.
>>> **<span style="text-decoration:underline;">c) Wegfall der Bereicherung </span>**
>>>--> Die Verpflichtung zu Herausgabe ist nach [**§ 818 III BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__818.html) ausgeschlossen, wenn der Empfänger nicht
>>>>mehr bereichert ist oder er sonstige Vermögensminderungen erlitten hat. Es können somit nur
>>>>vorhandene Vermögensvorteile herausgegeben werden.
>>> **Hier:** K hat nur eine geringe Nutzungsgebühr für das Grundstück bezahlt, sodass die T ( jetzt B)
>>>> Vermögenseinbußen erlitten hat. Diese Vermögensminderung steht in unmittelbaren Zusammenhang
>>>> mit der Vermögensmehrung. Deswegen müssen die, durch den Anbau erhaltenen Vorteile, um die
>>>> Verluste die durch die geringe Gebühr entstanden sind, gemindert werden.
>>> **<span style="text-decoration:underline;">d) Keine Haftungsverschärfung</span>**
>>>--> [**§ 818 IV BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__818.html), [**§ 819 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__819.html), [**§ 820 I BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__820.html)
>>> **Hier:** In diesem Fall, nicht vorhanden.
>> **<span style="text-decoration:underline;">3. Zwischenergebnis</span>**
>>K hat den Anspruch auf Herausgabe der Bereicherung nach [**§ 812 I S.2 2 Alt. BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__812.html) erworben.

**<span style="text-decoration:underline;">II. Anspruch nicht verloren (+)</span>**
K hat den Anspruch auf Herausgabe der Bereicherung nicht verloren.
**<span style="text-decoration:underline;">III. Durchsetzbarkeit (+) </span>**
Der Anspruch ist auch durchsetzbar.
**<span style="text-decoration:underline;">IV. Ergebnis</span>**
K hat gegenüber B einen Anspruch auf Herausgabe der Bereicherung gem. [**§ 812 I S. 2 2 Alt. BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__812.html).
***

#### Weiterführende Links **:**Kommentare:**
[Kommentar](http://beck-online.beck.de/?vpath=bibdata/komm/MuekoBGB_5_Band5/BGB/cont/MuekoBGB.BGB.p812.glE.glII.gl2.glc.htm) zu [**§ 812 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__812.html) in Bezugnahme des Urteils BGHZ 44, 321
[Kommentar](http://beck-online.beck.de/Default.aspx?vpath=bibdata/komm/BeckOK_ZivR_27/BGB/cont/beckok.BGB.p812.glII.gl3.glb.glcc.htm) zu Nichteintritt des Bezweckten Erfolgs Rn. 96
[Kommentar](http://beck-online.beck.de/Default.aspx?vpath=bibdata\\komm\\muekobgb_6_band2\\bgb\\cont\\muekobgb.bgb.p313.glvi.gl12.htm&pos=20&hlwords=Finkenauer%c3%90St%26%23246%3brung%c3%90St%c3%b6rung%c3%90der%c3%90Gesch%26%23228%3bftsgrundlage%c3%90Gesch%c3%a4ftsgrundlage%c3%90+finkenauer%2cstoerung%2cder%2cgeschaeftsgrundlage+%c3%90+finkenauer+%c3%90+stoeren+%c3%90+der+%c3%90+geschaeftsgrundlage+%c3%90+finkenauerstoerungdergeschaeftsgrundlage+#xhlhit) zur Anwendung der condictio ob rem Rn. 179-181
[Kommentar](http://beck-online.beck.de/Default.aspx?vpath=bibdata\\komm\\beckok_zivr_27\\bgb\\cont\\beckok.bgb.p812.gliii.gl3.gld.glaa.htm&pos=3&hlwords=anwendungskondiktion%c3%90verwendungskondiktion%c3%90+anwendungskondiktion%2cverwendungskondiktion+%c3%90+anwenden+%c3%90+kondiktion+%c3%90+verwenden+%c3%90+kondiktion+%c3%90+anwenden+%c3%90+kondiktion+%c3%90+verwenden+%c3%90+kondiktion+#xhlhit) Aufwendungskondiktion vs. Verwendungskondiktion
siehe hierzu auch: [JuS](http://beck-online.beck.de/Default.aspx?vpath=bibdata\\komm\\jz1\\cont\\jz1.ber_rem.htm&pos=0&hlwords=kondiktion%c3%90wegen%c3%90nichteintritt%c3%90des%c3%90bezweckten%c3%90erfolgs%c3%90Riehm%c3%90+kondiktion%2cwegen%2cnichteintritt%2cdes%2cbezweckten%2cerfolgs%2criehm+%c3%90+kondiktion+%c3%90+weg+%c3%90+nicht+%c3%90+eintritt+%c3%90+des+%c3%90+bezweckt+%c3%90+erfolg+%c3%90+riehm+%c3%90+kondiktionwegennichteintrittdesbezwecktenerfolgsriehm+#xhlhit) Nr. 6
[Kommentar](http://beck-online.beck.de/Default.aspx?vpath=bibdata\\komm\\schdoeebekobgb_7\\bgb\\cont\\schdoeebekobgb.bgb.p818.htm&pos=3&hlwords=Zeitpunkt%c3%90der%c3%90Berechnung%c3%90des%c3%90Wertersatzes%c3%90+zeitpunkt%2cder%2cberechnung%2cdes%2cwertersatzes+%c3%90+zeitpunkt+%c3%90+der+%c3%90+berechnen+%c3%90+des+%c3%90+wert+%c3%90+ersatz+%c3%90+zeitpunktderberechnungdeswertersatzes+#xhlhit) zur Wertersatzberechnung (Zeitpunkt) Rn. 8
**Rechtsprechung:**
[NJW 1961, 2205](http://beck-online.beck.de/Default.aspx?typ=reference&y=300&z=NJW&b=1961&s=2205) Bereicherungsansprüche auf Wertersatz wegen Nichteintritts des mit einer Leistung bezweckten Erfolges
[NJW 1970, 136](http://beck-online.beck.de/?vpath=bibdata\\zeits\\njw\\1970\\cont\\njw.1970.136.1.htm&pos=31&hlwords=Bereicherungsanspruch%c3%90bei%c3%90Nichteintritt%c3%90eines%c3%90Erfolges%c3%90+bereicherungsanspruch%2cbei%2cnichteintritt%2ceines%2cerfolges+%c3%90+bereichern+%c3%90+anspruch+%c3%90+bei+%c3%90+nicht+%c3%90+eintritt+%c3%90+eines+%c3%90+erfolg+%c3%90+bereicherungsanspruchbeinichteintritteineserfolges+#xhlhit) Bereicherungsansprüche bei Errichtung eines Hauses auf fremdem Grund und Boden
DELETIONS
Der Kläger K hatte von seiner Tante T einen Laden für 5 Jahre und durch notariell beurkundeten Vertrag, ein daneben liegendes Grundstück für 30 Jahre gepachtet. Auf diesem Grundstück errichtete er, aufgrund des ihm zugestandenen Rechts, einen Anbau und betrieb darin eine Gaststätte. T setzte ihn zunächst als Erben des Grundstücks ein, doch sieben Tage vor ihrem Tod errichtete sie ein neues Testament, in dem sie die Beklagten B einsetzte und den K nicht mehr bedachte.
>>>>>![Skizze](/uploads/BGHZ44s321/Skizze.png)
Das Problem in diesem Fall liegt beim **Nichteintritt des bezweckten Erfolgs** (§ 812 I 2 Alt. 2 BGB) und da bei der Frage ob zwischen den Parteien ein gegenseitiges Einverständnis über den Zweck der Leistung bestand.
K könnte einen Anspruch auf Herausgabe der Bereicherung aus § 812 Abs. 1 S.2 Alt. 2 BGB haben.
>>K könnte den Anspruch aus § 812 Abs. 1 S.2 Alt. 2 BGB dem Grunde nach erworben haben.
>>> -> "Etwas" ist jeder Vermögensvorteil.
>>>Hier: Die reine Gebrauchsmöglichkeit des Anbaus durch B.
>>> -> Eine Leistung ist jede bewusste, zweckgerichtete Mehrung fremden Vermögens.
>>>Hier: Mit den wertsteigernden Anbaumaßnahmen hat K das Vermögen der T (jetzt B) bewusst vermehrt.
>>>>>Mit dem Tod der T steht fest, dass K nicht als Erbe eingesetzt wird.
>>> **<span style="text-decoration:underline;">d) Kein Ausschluss (+)</span>**
>>>>-> § 815 Alt. 1 BGB, § 815 Alt, 2 BGB, § 817 S.1 BGB
>>>>Hier: Nicht ersichtlich.
>> **<span style="text-decoration:underline;">2. Zwischenergebnis </span>**
>>>K hat den Anspruch auf Herausgabe der Bereicherung dem Grunde nach erworben.
>> **<span style="text-decoration:underline;">3. Dem Umfang nach</span>**
>>>>-> Pflicht zur Herausgabe des Erlangten nach § 812 I S. 1 BGB, dazu zählen gem. § 818 I BGB auch
>>>>>gezogene Nutzungen ([**§ 100 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__100.html)). Außer wenn die Herausgabe des Erlangten
>>>>>aufgrund der
>>>>>Beschaffenheit objektiv oder subjektiv unmöglich ist.
>>>>Hier: Die reine Gebrauchsmöglichkeit kann nicht herausgebeben werden.
>>>>-> Ist die Herausgabe aufgrund der Beschaffenheit nicht möglich, ist gem. § 818 II BGB der Wert zu
>>>>>ersetzten. Strittig ist hier jedoch welcher Zeitpunkt für die Berechnung des Wertersatzes zugrunde
>>>>>zu legen ist.
>>>>Hier: Das Gericht bemisst hier den Wertersatz nach rein objektiven Grundsätzen. Es stellt auf den
>>>>>Zeitpunkt, in dem feststeht, dass der bezweckte Erfolg nicht eintritt (Tod der T) ab.
>>> **<span style="text-decoration:underline;">c) Wegfall der Bereicherung</span>**
>>>-> Die Verpflichtung zu Herausgabe ist nach § 818 III BGB ausgeschlossen, wenn der Empfänger nicht
>>>>mehr bereichert ist. Es können somit nur vorhandene Vermögensvorteile herausgegeben werden.
>>>Hier:
Revision [1e99038]
Bearbeitet am 2013-06-09 22:44:09 von TatjanaBarro
ADDITIONS
>>>>>![Skizze](/uploads/BGHZ44s321/Skizze.png)
Das Problem in diesem Fall liegt beim **Nichteintritt des bezweckten Erfolgs** (§ 812 I 2 Alt. 2 BGB) und da bei der Frage ob zwischen den Parteien ein gegenseitiges Einverständnis über den Zweck der Leistung bestand.
Dieses wird angenommen, wenn der Leistende mindestens konkludent zu verstehen gibt, dass er nur in Erwartung eines bestimmten Erfolgs leistet und der Empfänger mindestens konkludent erklärt, dass er die Zweckbestimmung des Leistenden kennt und billigt.
K könnte einen Anspruch auf Herausgabe der Bereicherung aus § 812 Abs. 1 S.2 Alt. 2 BGB haben.

<span style="text-decoration:underline;"> **I. Anspruchserwerb**</span>
K könnte den Anspruch auf Herausgabe der Bereicherung erworben haben.
>> **<span style="text-decoration:underline;">1. Dem Grunde nach</span>**
>>K könnte den Anspruch aus § 812 Abs. 1 S.2 Alt. 2 BGB dem Grunde nach erworben haben.

>>> **<span style="text-decoration:underline;">a) Etwas erlangt (+)</span>**
>>> -> "Etwas" ist jeder Vermögensvorteil.
>>>Hier: Die reine Gebrauchsmöglichkeit des Anbaus durch B.

>>> **<span style="text-decoration:underline;">b) Durch Leistung (+)</span>**
>>> -> Eine Leistung ist jede bewusste, zweckgerichtete Mehrung fremden Vermögens.
>>>Hier: Mit den wertsteigernden Anbaumaßnahmen hat K das Vermögen der T (jetzt B) bewusst vermehrt.

>>> **<span style="text-decoration:underline;">c) Nichteintritt des mit der Leistung bezweckten Erfolges (+)</span>**
>>>>Der mit der Leistung bezweckte Erfolg könnte nicht eingetreten sein. Voraussetzung hierfür ist,
>>>>dass die Leistung des K einen bestimmen Zweck hatte und dass der auf die Leistung ausgerichtete
>>>>Erfolg zum Inhalt des Rechtsgeschäfts geworden aber nicht eingetreten ist.

>>>> **<span style="text-decoration:underline;">aa) Leistungszweck (+)</span>**
>>>>>Mit der Leistung muss ein bestimmter Zweck verfolgt werden, dieser darf nicht allein der Erfüllung
>>>>>der rechtsgeschäftlichen Verpflichtung dienen.
>>>>>K hat den Anbau getätigt, in Erwartung, dass er das Grundstück, nach dem Tod
>>>>>seiner Tante, erben wird.

>>>> <span style="text-decoration:underline;"> **bb) Zum Inhalt des Rechtsgeschäfts geworden (+)**</span>
>>>>>Die Parteien müssen sich über den Zweck zumindest konkludent geeinigt haben. Es reicht wenn der
>>>>>Empfänger die Erwartung des Leistenden kennt und diese billigt. Ein nur einseitiges Erwarten
>>>>>genügt nicht.
>>>>>K schloss den Pachtvertrag für 30 Jahre und bebaute das Grundstück, weil er dachte, dass er es
>>>>>ohnehin eines Tages erben werde. T setzte K als Erben ein und gestattete widerspruchslos, dass
>>>>>er das Grundstück vermögensmehrend bebaute. Dies zeigt, dass sie die Erwartung des K erkannt
>>>>>und auch gebilligt hatte.

>>>> **<span style="text-decoration:underline;">cc) Durch die Leistung nicht eingetreten</span>**
>>>>>Der Anspruch auf Rückgewähr der Leistung entsteht erst dann, wenn feststeht, dass der bezweckte
>>>>>Erfolg endgültig nicht eintreten wird.
>>>>>Mit dem Tod der T steht fest, dass K nicht als Erbe eingesetzt wird.

>>> **<span style="text-decoration:underline;">d) Kein Ausschluss (+)</span>**
>>>>-> § 815 Alt. 1 BGB, § 815 Alt, 2 BGB, § 817 S.1 BGB
>>>>Hier: Nicht ersichtlich.

>> **<span style="text-decoration:underline;">2. Zwischenergebnis </span>**
>>>K hat den Anspruch auf Herausgabe der Bereicherung dem Grunde nach erworben.

>> **<span style="text-decoration:underline;">3. Dem Umfang nach</span>**
>>K könnte den Anspruch auf Herausgabe der Bereicherung dem Umfang nach erworben haben.

>>> **<span style="text-decoration:underline;">a) Herausgabe des Erlangten</span>**
>>>>-> Pflicht zur Herausgabe des Erlangten nach § 812 I S. 1 BGB, dazu zählen gem. § 818 I BGB auch
>>>>>gezogene Nutzungen ([**§ 100 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__100.html)). Außer wenn die Herausgabe des Erlangten
>>>>>aufgrund der
>>>>>Beschaffenheit objektiv oder subjektiv unmöglich ist.
>>>>Hier: Die reine Gebrauchsmöglichkeit kann nicht herausgebeben werden.

>>> **<span style="text-decoration:underline;">b) Wertersatz</span>**
>>>>-> Ist die Herausgabe aufgrund der Beschaffenheit nicht möglich, ist gem. § 818 II BGB der Wert zu
>>>>>ersetzten. Strittig ist hier jedoch welcher Zeitpunkt für die Berechnung des Wertersatzes zugrunde
>>>>>zu legen ist.
>>>>Hier: Das Gericht bemisst hier den Wertersatz nach rein objektiven Grundsätzen. Es stellt auf den
>>>>>Zeitpunkt, in dem feststeht, dass der bezweckte Erfolg nicht eintritt (Tod der T) ab.

>>> **<span style="text-decoration:underline;">c) Wegfall der Bereicherung</span>**
>>>-> Die Verpflichtung zu Herausgabe ist nach § 818 III BGB ausgeschlossen, wenn der Empfänger nicht
>>>>mehr bereichert ist. Es können somit nur vorhandene Vermögensvorteile herausgegeben werden.
>>>Hier:




>>>>
DELETIONS
Das Problem in diesem Fall liegt darin, ob zwischen den Parteien ein gegenseitiges Einverständnis über den Zweck der Leistung bestand. Also dass die Leistungspflicht des einen nur aufgrund der Leistungspflicht des anderen erbracht wurde.
Der Kläger könnte einen Anspruch auf Herausgabe der Bereicherung aus § 812 Abs. 1 S.2 2 Alt. haben.
#### I. Anspruchserwerb
1. Dem Grunde nach
K könnte den Anspruch aus § 812 Abs. 1 S.2 2 Alt. dem Grunde nach erworben haben.
a) Etwas erlangt
-> jeder Vermögensvorteil
Revision [1940607]
Bearbeitet am 2013-06-08 22:48:54 von TatjanaBarro
ADDITIONS
### A. Sachverhalt
Der Kläger K hatte von seiner Tante T einen Laden für 5 Jahre und durch notariell beurkundeten Vertrag, ein daneben liegendes Grundstück für 30 Jahre gepachtet. Auf diesem Grundstück errichtete er, aufgrund des ihm zugestandenen Rechts, einen Anbau und betrieb darin eine Gaststätte. T setzte ihn zunächst als Erben des Grundstücks ein, doch sieben Tage vor ihrem Tod errichtete sie ein neues Testament, in dem sie die Beklagten B einsetzte und den K nicht mehr bedachte.
K behauptet, nur weil T ihm das Grundstück versprochen habe, habe er den Anbau errichtet und auch den Pachtvertrag für 30 Jahre geschlossen. Er möchte nun von den B die durch die Errichtung des Gebäudes herbeigeführte Wertsteigerung des Grundstücks ersetzt bekommen und fordert Zahlung von 74.000 DM Zug um Zug gegen Herausgabe des Grundstücks.
_Eine stillschweigende Einigung über den mit einer Leistung bezweckten Erfolg ist anzunehmen, wenn der Empfänger die Erwartung des Leistenden kennt und durch die Annahme zu verstehen gibt, dass er die Zweckbestimmung billigt._
### B. Relevante Stelle im Prüfungsaufbau
Das Problem in diesem Fall liegt darin, ob zwischen den Parteien ein gegenseitiges Einverständnis über den Zweck der Leistung bestand. Also dass die Leistungspflicht des einen nur aufgrund der Leistungspflicht des anderen erbracht wurde.
### C. Prüfungsschema auf Grundlage des BGH Urteils
Der Kläger könnte einen Anspruch auf Herausgabe der Bereicherung aus § 812 Abs. 1 S.2 2 Alt. haben.
#### I. Anspruchserwerb
1. Dem Grunde nach
K könnte den Anspruch aus § 812 Abs. 1 S.2 2 Alt. dem Grunde nach erworben haben.
a) Etwas erlangt
-> jeder Vermögensvorteil
DELETIONS
### Sachverhalt
Der Kläger hatte von seiner Tante, Fräulein E., einen Laden für 5 Jahre und durch notariell beurkundeten Vertrag, ein daneben liegendes Grundstück für 30 Jahre gepachtet. Auf diesem Grundstück errichtete er, aufgrund des ihm zugestandenen Rechts, einen Anbau und betrieb darin eine Gaststätte. Seine Tante setzte ihn zunächst als Erben des Grundstücks ein, doch sieben Tage vor ihrem Tod errichtete sie ein neues Testament, in dem sie die Beklagten einsetzte und den Kläger nicht mehr bedachte.
Der Kläger behauptet, nur weil seine Tante ihm das Grundstück versprochen habe, habe er den Anbau errichtet und auch den Pachtvertrag für 30 Jahre geschlossen. Er verlangt nun von den Beklagten, die durch die Errichtung des Gebäudes herbeigeführte Wertsteigerung des Grundstücks ersetzt und zwar Zahlung von 74.000 DM Zug um Zug gegen Herausgabe des Grundstücks.
![text](/uploads/BGHZ44s321/)
_Eine stillschweigende Einigung über den mit einer Leistung bezweckten Erfolg ist anzunehmen, wenn der Empfänger die Erwartung des Leistenden kennt und durch die Annahme zu verstehen gibt, dass er die Zweckbestimmung billigt._
Revision [eb04caa]
Bearbeitet am 2013-06-07 22:43:02 von TatjanaBarro
ADDITIONS
Der Kläger hatte von seiner Tante, Fräulein E., einen Laden für 5 Jahre und durch notariell beurkundeten Vertrag, ein daneben liegendes Grundstück für 30 Jahre gepachtet. Auf diesem Grundstück errichtete er, aufgrund des ihm zugestandenen Rechts, einen Anbau und betrieb darin eine Gaststätte. Seine Tante setzte ihn zunächst als Erben des Grundstücks ein, doch sieben Tage vor ihrem Tod errichtete sie ein neues Testament, in dem sie die Beklagten einsetzte und den Kläger nicht mehr bedachte.
Der Kläger behauptet, nur weil seine Tante ihm das Grundstück versprochen habe, habe er den Anbau errichtet und auch den Pachtvertrag für 30 Jahre geschlossen. Er verlangt nun von den Beklagten, die durch die Errichtung des Gebäudes herbeigeführte Wertsteigerung des Grundstücks ersetzt und zwar Zahlung von 74.000 DM Zug um Zug gegen Herausgabe des Grundstücks.
![text](/uploads/BGHZ44s321/)
**<span style="text-decoration:underline;">Amtl. Leitsatz</span>**
_Eine stillschweigende Einigung über den mit einer Leistung bezweckten Erfolg ist anzunehmen, wenn der Empfänger die Erwartung des Leistenden kennt und durch die Annahme zu verstehen gibt, dass er die Zweckbestimmung billigt._
DELETIONS
Der Kläger pachtete am 15. April 1950 von seiner Tante einen Laden auf die Dauer von 5 Jahren. Durch notariell beurkundeten Vertrag vom 22. April 1953 verpachtete sie ihm ferner ein daneben liegendes Grundstück auf die Dauer von 30 Jahren gegen eine Nutzungsgebühr von jährlich 50 DM. Ihm wurde das Recht zugestanden, auf diesem Grundstück einen Anbau an das von ihm bereits genutzte Haus zu errichten. Diesen ließ er 1953 auf seine Kosten ausführen und betreibt darin eine Gastwirtschaft. Am 6. Mai 1954 Fräulein E. ein Testament, in dem sie dem Kläger diesen Grundbesitz vermachte. Am 11. Juni 1959 errichtete Fräulein E. ein neues Testament, in dem sie die Beklagten als Erben einsetzte und den Kläger nicht mehr bedachte. Sieben Tage später starb sie.
Der Kläger behauptet, er habe den Anbau errichtet, weil seine Tante versprochen habe, ihm das Grundstück zu vermachen. Nur aus diesem Grunde habe er auch den Pachtvertrag mit einer Laufzeit von 30 Jahren geschlossen.
**<span style="text-decoration:underline;">Amtl. Leitsatz</span>**
_Eine stillschweigende Einigung über den mit einer Leistung bezweckten Erfolg ist anzunehmen, wenn der Empfänger die Erwartung des Leistenden kennt und durch die Annahme zu verstehen gibt, dass er die Zweckbestimmung billigt._
Revision [f2bcc43]
Bearbeitet am 2013-06-06 21:52:22 von TatjanaBarro
ADDITIONS
**BGH, Urteil vom 29. November 1965 -> Nicht erreichte Erbeinsetzung**
[BGHZ 44, 321](http://lorenz.userweb.mwn.de/urteile/bghz44_321.htm)
### Sachverhalt
Der Kläger pachtete am 15. April 1950 von seiner Tante einen Laden auf die Dauer von 5 Jahren. Durch notariell beurkundeten Vertrag vom 22. April 1953 verpachtete sie ihm ferner ein daneben liegendes Grundstück auf die Dauer von 30 Jahren gegen eine Nutzungsgebühr von jährlich 50 DM. Ihm wurde das Recht zugestanden, auf diesem Grundstück einen Anbau an das von ihm bereits genutzte Haus zu errichten. Diesen ließ er 1953 auf seine Kosten ausführen und betreibt darin eine Gastwirtschaft. Am 6. Mai 1954 Fräulein E. ein Testament, in dem sie dem Kläger diesen Grundbesitz vermachte. Am 11. Juni 1959 errichtete Fräulein E. ein neues Testament, in dem sie die Beklagten als Erben einsetzte und den Kläger nicht mehr bedachte. Sieben Tage später starb sie.
Der Kläger behauptet, er habe den Anbau errichtet, weil seine Tante versprochen habe, ihm das Grundstück zu vermachen. Nur aus diesem Grunde habe er auch den Pachtvertrag mit einer Laufzeit von 30 Jahren geschlossen.
**<span style="text-decoration:underline;">Amtl. Leitsatz</span>**
_Eine stillschweigende Einigung über den mit einer Leistung bezweckten Erfolg ist anzunehmen, wenn der Empfänger die Erwartung des Leistenden kennt und durch die Annahme zu verstehen gibt, dass er die Zweckbestimmung billigt._
DELETIONS
BGH, Urteil vom 29. November 1965
Revision [9dfde70]
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ADDITIONS
BGH, Urteil vom 29. November 1965