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Rechtliche Beratung im Unternehmen

Wahlpflichtmodul Komponente A (inhaltliche Vertiefung) und B (Schlüsselqualifikationen)
durchgeführt von Prof. Dr. Wojciech Lisiewicz

Kontakt
Fragen richten Sie bitte direkt über das Kontaktformular an Herrn Prof. Dr. Wojciech Lisiewicz.

Wichtigste Informationen:
- Gliederung der Veranstaltung
- Beschreibung zum Ablauf der Übungen
- ausführlicher zu Gründen und Motiven der Veranstaltung

Modulbeschreibung zur Veranstaltung

Modultitel: Rechtliche Beratung im Unternehmen I und II

Studiengang: Bachelor-Studiengang Wirtschaftsrecht (LL.B.); Teilnahme empfohlen für das 5/6. Fachsemester

Dauer der Lehrveranstaltung: je ein Semester für Teil I und II (Komponente A und B); insgesamt 2x2 LVS/Woche entspricht 2x30 SWS

Qualifikationsziele: Studierende, welche die Veranstaltung absolviert haben (Teil I und II):
  • kennen die allgemeinen Anforderungen an einen Juristen im Unternehmen;
  • haben vorhandene rechtliche Kenntnisse (Wirtschaftsprivatrecht, Unternehmensrecht, Vertragsgestaltung) vertieft und sind in der Lage, diese auf typische Fallgestaltungen in Unternehmen anzuwenden, praktischen Lösungen zuzuführen und für das Unternehmen gewinnbringend einzusetzen;
  • haben Bewusstsein für gute Unternehmensführung und wissen, wie Gesetzes- und Regelverstöße im Unternehmen zu verhindern sind (Compliance);
  • können auch komplexe Sachverhalte im Unternehmensalltag in kurzer Zeit erfassen, deren rechtliche (und nicht nur diese) Dimension bewerten;
  • können juristischen Aufgaben im Unternehmen über die rein juristischen Inhalte hinaus lösen,
  • kennen die typischen Fallen für Juristen im Unternehmen;
  • sind in der Lage, die Bearbeitung und spätere Überwachung von Verträgen im Unternehmen zu übernehmen;
  • haben ihre analytischen Fähigkeiten geübt und gestärkt.

Inhalte: Kurz zusammengefasst sollen in der Veranstaltung folgende Fragen beantwortet und diesbezüglich richtige Verhaltensweisen anhand von Fallstudien und Simulationen geübt werden:
Teil I:
  • wie werden die faktischen Umstände eines Sachverhaltes ermittelt? Worauf ist bei Schilderungen durch Laien zu achten?
  • wie entscheidet der Unternehmensjurist strategisch bei mehreren Lösungsmöglichkeiten in einem Fall?
  • wie werden Gesetzesverstöße (Strafrecht, Kartellrecht, Subventionsrecht, Steuerrecht) im Unternehmen verhindert? Wie kann auf Gesetzesverstöße reagiert werden?
  • welche Entscheidungsabläufe sind im Unternehmen zu berücksichtigen?
  • wie arbeitet der Unternehmensjurist kundenorientiert? Wer ist sein Kunde?
  • wie kann der Unternehmensjurist mitdenken und den Unternehmenserfolg fördern?
Teil II:
  • welche Besonderheiten weist das Berufsbild eines Unternehmensjuristen auf?
  • was sind die typischen Aufgaben eines unternehmensintern agierenden Juristen und wie müssen sie gelöst werden?
  • was - neben juristischen Inhalten - muss ein erfolgreicher Unternehmensjurist können?
  • wie kann und soll sich der Jurist gegenüber typischen Aufgaben aus dem Unternehmen positionieren?
  • was ist der interne Kunde und wie positioniert sich der Jurist ihm gegenüber?
  • wie erfolgt Sachverhaltsermittlung als eines der Kernpunkte der Arbeit?
  • was ist Vertragsmanagement und welche Aufgaben sind damit verbunden?

Nähere Informationen zum Inhalt und Ablauf der Veranstaltung sind in der Gliederung enthalten.

Vgl. im Weiteren: Modulhandbuch für den Bachelorstudiengang Wirtschaftsrecht (LL.B.) , S. 96 f. (Stand: 2013).
Konzeption
In der Veranstaltung werden anhand von Szenarioübungen die häufig in einem Unternehmen oder Konzern anfallenden juristischen Themen (Gesellschafts- und Konzernrecht, Kartellrecht, Vertragsrecht und Vertragsgestaltung usw.) gemeinsam mit den Lehrenden sowie im Selbststudium vertieft. Basierend auf den erarbeiteten Inhalten werden Situationen nachempfunden, in denen sich ein Jurist im Unternehmen des Öfteren befindet - Sachverhaltsaufnahme, Schilderung der Rechtslage gegenüber Abteilungs- oder Unternehmensleitungen, Vorstellung von Vorschlägen für Problemlösungen, Projektbesprechungen usw. Auf diese Weise wird der Blick für unternehmensrelevante Themen und Fragestellungen geschärft. Zugleich werden auch Strategien für einen fachlich einwandfreien, aber auch sicheren und kundenfreundlichen Auftritt des Juristen erprobt und trainiert.
Details zum Ablauf einzelner Übungen finden Sie hier. Alle Themen der Verantaltung wurden hingegen in der Gliederung zusammengefasst.

Termine
Im Sommersemester 2017 findet die Veranstaltung Rechtliche Beratung im Unternehmen wie folgt statt:

Wochentag Uhrzeit Raum
montags 16:00 bis 17:30 Uhr D 0301


Prüfungsform
Die Prüfung im Teil I (Komponente A - inhaltliche Vertiefung) findet in Form einer Klausur, im Teil II (Komponente B - Erweiterung, Schlüsselqualifikationen) als Team- oder Einzelübung mit Vortrag statt. Details werden in der Lehrveranstaltung bekanntgegeben.

Hintergrund
In zahlreichen Unternehmen unterschiedlichster Branchen wird ein Teil der Rechtsfragen intern gelöst. Am juristischen Arbeitsmarkt wird gar ein Trend hin zum intern tätigen Juristen beobachtet (vgl. Informationen über den mittlerweile nicht mehr so neuen Studiengang der Universität Mannheim). Die interne Abwicklung juristischer Probleme erfolgt - je nach Unternehmensgröße - durch eine mehrere Personen umfassende Rechtsabteilung, durch einen Justiziar, einen Sindikusanwalt, der ausschließlich oder zumindest überwiegend für das betreffende Unternehmen tätig ist oder einfach durch einen angestellten Juristen. Damit nehmen Juristen häufig unmittelbar am Tagesgeschäft des Unternehmens teil. Dabei bedürfen die meisten Aufgaben eines Unternehmensjuristen keiner abgeschlossenen Richterausbildung, wie sie Volljuristen vorbehalten ist und nur mit Universitätsstudium der Rechtswissenschaften möglich ist. Deshalb kann jeder Absolvent eines juristischen Studiengangs Unternehmensjurist werden, wenn er sein juristisches Handwerk einwandfrei beherrscht.

Zu den Beweggründen, interne Juristen einzusetzen, zählen vor allem:
  • bessere Bindung von Experten an das Unternehmen,
  • dadurch langfristige Bindung und Sicherung des juristischen Wissens der jeweiligen Fachjuristen,
  • kürzere Reaktionszeiten bei Bearbeitung juristischer Fragen,
  • bessere Identifikation mit Unternehmenszielen und Kenntnis der internen Abläufe,
  • bessere Kenntnis der Branche und des Geschäfts.

Daraus ergibt sich ein spezifisches Berufsbild des Unternehmensjuristen, das an die Kandidaten für diesen Beruf einige besondere Anforderungen stellt. Zumindest ein Teil dieser Anforderungen sollte im Rahmen einer Lehrveranstaltung erlernbar sein. Details zu den Gründen für die Lehrveranstaltung sind hier zu finden.

Da hierbei nicht die Erfassung konkreter Informationen im Vordergrund steht, sondern sehr unterschiedliche Fertigkeiten gefragt sind, die nur im konkreten, praktischen Kontext verständlich sind, wird die Lehrveranstaltung in Form einer Übung konkreter Szenarien aus dem Unternehmensalltag durchgeführt. An einzelnen Übungen nehmen die Studierenden selbst teil, so dass sie den praktischen Einsatz des Unternehmensjuristen nicht nur erlernen, sondern auch (zumindest im Ansatz) erleben können.


Interessante Quellen
- Presseinformation über den Studiengang Unternehmensjurist,
















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