Wissensdatenbank Wirtschaftsrecht

aktuelles Dokument:
CzernikLernenausTexten
image5
image4
image3
image2
image1
 Alle Kategorien:
  Forschungsdatenbank
  Lehrveranstaltungen
  Lexikon
  Literatur
  Rechtsgebiete
  Rechtsprechung
  Service
  Studium F H S
  Wissensmanagement
ich war hier: CzernikLernenausTexten

Lernen aus Texten



A. Bedeutung


Das Lernen mit Texten und somit das Lesen, ist Hauptbestandteil in jedem Studium und erfordert die meiste Zeit. Deswegen ist das Zeitmanagement in Verbindung mit dem Umgang mit Texten im Studium besonders wichtig. Beim Lesen kann viel Zeit verloren gehen, dabei gibt es Lesetechniken die Leseschwierigkeiten beheben.



B. Typische Leseschwierigkeiten im Studium


  • "Nicht mit dem Lesen anfangen können (aufschieben)
  • Keine Motivation zum Lesen haben
  • Müde werden beim Lesen
  • Alles schnell wieder vergessen
  • Nicht verstehen, was man liest
  • Hintergrundinformation fehlt
  • Unsystematisch mal dies mal das lesen
  • Zu wenig Geduld haben, die Logik des Textes nachzuvollziehen
  • Den Text nicht in einen Zusammenhang einordnen können
  • Der Kopf sperrt sich gegen neue Ideen
  • Unklarheiten über die Fachbegriffe nicht auflösen können
  • Zu viel Zeit zum Lesen aufbringen zu müssen (zu langsames Lesen)
  • Zu wenig Zeit zur Verfügung haben
  • Zu gründliches Exerpieren (fast alles wird zusammengefasst)"
von Teilnehmenden eines Workshops genannt.1





C. Aktives Lesen


Das aktive Lesen beschreibt den Prozess, des bewussten und konzentrierten Lesens das von Motivation und Eigeninteresse getragen wird.
Da alle Lesetechniken auf das aktive Lesen zurückgreifen ist es maßgeblich für einen erfolgreichen Informationsgewinn aus Texten.
Die Fragen, Planung und Auswahl sind Grundelemente für das aktive Lesen. Der Leser sollte sich vor dem Lesen Gedanken machen welche Informationen er sucht und braucht. Nur so kann man eine gezielte Planung vornehmen und letztendlich eine richtige Entscheidung zur Auswahl eines Textes oder Buches treffen.
Beachtet man diese drei Grundelemente steht dem eigentlichem aktiven Lesen nur die eigene Person im Wege. Jeder Leser besitzt eine eigene Persönlichkeit und somit verschiedene Vorlieben. Helfen diverse Lesetechniken nicht, dann kann der Lesende eigene entwickeln.
Die Motivation ist der wichtigste Aspekt um aktiv lesen zu können. Fehlt die Motivation, dann kann es an den Misserfolgen liegen die man erleidet. Doch sie lässt sich wieder steigern in dem sich der Lesende kleinere Ziele setzt, zum Beispiel nimmt man sich vor einen kleineren Text oder eine festgesetzte Seitenzahl zu lesen und diese durchzuarbeiten. Gelingt dies mit Erfolg steigert sich die Motivation.






D. Voraussetzungen für ein „studierendes“ Lesen


Das „studierende“ Lesen ist mit Erfolg verbunden. Denn im Studium hat man die Absicht eine Lehre zu verstehen und sie nicht zu vergessen. In dieser darunter dargestellten Abbildung sind die Voraussetzungen für ein „studierendes“ und somit erfolgreiches Lesen in einem Strukturbaum zusammengefasst.





 (image: http://wdb.fh-sm.de/uploads/CzernikLernenausTexten/Voraussetzungen3.png)






E. SQ3R Lesetechnik


Die berühmteste Lesetechnik „SQ3R“ wurde von Francis Robinson beschrieben (1970). Sie gliedert sich aus fünf Elementen.2

Survey (Umfrage) : Vor dem Lesen stellt der Leser eine Umfrage an das Buch. Indem man sich Anhand des Inhaltsverzeichnisses einen Überblick verschafft und die gefragten Themen überfliegt.3

Question (Frage) : Anschließend stellt der Leser Fragen an den Text. Die Fragen sollten schriftlich festgehalten werden. Das fördert das aktive Lesen und selektiert den zu lesenden Text. Die Selektion des Textes hat den Vorteil überflüssige Informationen auszusortieren und das herauszulesen was von Interesse ist.4

Read (Lesen) : Im dritten Element findet das tatsächliche Lesen statt. Der Text sollte dabei abschnittsweise gelesen werden. Zu beachten ist dabei, dass jede Information die sich im Abschnitt verbirgt festgehalten wird. Das Festhalten von Informationen kann schriftlich erfolgen oder durch das Markieren von Schlüsselwörter.5

Recite (rezitieren) :
Nach dem Lesen wird das im Abschnitt gelesene mit eigenen Worten wiedergegeben. Dies kann man schriftlich, mündlich oder visuell darstellen. Für die visuelle Darstellung eignet sich eine Mind Map.6

Review (Zusammenfassung) :
Nach dem Lesen des ganzen Textes werden Inhalt und die rezitierten Informationen zusammengefasst. Beispielsweise könnten die Mind Map Elemente die Abschnittsweise gezogen wurden verbunden werden. Optional sollten auch die im Stadium „Question“ geführten Fragen beachtet werden um zu kontrollieren ob sie noch als Orientierung tauglich sind.7


1. Vorteile


  • Mit dieser Methode lassen sich komplizierte Texte leichter nachvollziehen.
  • Gelesene Texte werden nicht so schnell vergessen.


2. Nachteil


  • Hoher Zeitaufwand.



F. Literaturempfehlung


Christian Peirick - Rationelle Lesetechniken, schneller lesen - mehr behalten
Otto Kruse - Lesen und Schreiben
Christine Stickel-Wolf/ Joachim Wolf - Wissenschaftliches Arbeiten und Lerntechniken



G. Quellen


Otto Kruse - Lesen und Schreiben
Christian Peirick - Rationelle Lesetechniken, schneller lesen - mehr behalten



1 Otto Kruse, Lesen und Schreiben, S. 12.
2,3,4,5,6,7 Lesen und Schreiben, Otto Kruse, S.36
Diese Seite wurde noch nicht kommentiert.
Valid XHTML   |   Valid CSS:   |   Powered by WikkaWiki