Revision [df597de]
Letzte Änderung am 2020-06-25 10:43:12 durch Oksana Neopagitova
ADDITIONS
#### **Fall: Fünf Jahre unter Druck**
DELETIONS
### Fall: Fünf Jahre unter Druck
Revision [5e89c45]
Bearbeitet am 2020-02-11 13:43:35 von Oksana Neopagitova
ADDITIONS
### Fall: Fünf Jahre unter Druck


**A. Sachverhalt**
Knüppel (K) möchte das wertvolle Gemälde des italienischen Künstlers Buonarotti kaufen, das sich im Besitz des Weich (W) befindet. Da W sich weigert, das Gemälde zu verkaufen, besucht K den W eines Tages und verwüstet dessen Wohnung mit einem Baseball-Schläger. Anschließend kündigt er dem W wöchentliche Besuche an, sofern W den von K vorbereiteten Vertrag nicht unterzeichnet.

Der eingeschüchterte W unterschreibt, K nimmt sich das Gemälde und geht.

Es vergehen 5 Jahre, in denen W immer wieder nachfragt, wann er das Gemälde zurück bekommen wird. K antwortet darauf nie und erinnert lediglich an die demolierte Wohnung. Deshalb traut sich W auch nicht, etwas gegen K zu unternehmen. Schließlich bittet er seinen juristisch gebildeten Cousin Dickschädel (D), der ein Fitnessstudio betreibt, um Hilfe.

D geht zu K und verlangt das Bild im Namen des W zurück. K zeigt D den von W unterzeichneten Vertrag und behauptet darüber hinaus, dass es für W in jedem Fall zu spät sei, das Bild zurück zu verlangen, weil die Angelegenheit zu alt sei.

**B. Frage**
Kann W von K Herausgabe des Bildes verlangen?


**C. Lösungshinweise**
Anspruchsgrundlage: [**§ 812 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__812.html), eventuell [**§ 985 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__985.html) (weil auch die Übereignung mit Fehler behaftet - möglich wäre auch diesbezüglich eine Anfechtung, Fehleridentität).

Bei Einhaltung der richtigen Reihenfolge der Fallprüfung stellt sich die Fristenfrage bereits bei der Anfechtung ([**§ 123 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__123.html), [**§ 124 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__124.html)).

Aus Sicht der Verjährung könnte sich die Frage stellen, ob [**§ 812 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__812.html) verjährt ist - dieser ist aber erst mit Anfechtungserklärung entstanden, damit beginnt erst hier die Verjährungsfrist.

Die Anfechtungsmöglichkeit (als Gestaltungsrecht) verjährt nicht!
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### Fall: Fünf Jahre unter Druck
**A. Sachverhalt**
Knüppel (K) möchte das wertvolle Gemälde des italienischen Künstlers Buonarotti kaufen, das sich im Besitz des Weich (W) befindet. Da W sich weigert, das Gemälde zu verkaufen, besucht K den W eines Tages und verwüstet dessen Wohnung mit einem Baseball-Schläger. Anschließend kündigt er dem W wöchentliche Besuche an, sofern W den von K vorbereiteten Vertrag nicht unterzeichnet.
Der eingeschüchterte W unterschreibt, K nimmt sich das Gemälde und geht.
Es vergehen 5 Jahre, in denen W immer wieder nachfragt, wann er das Gemälde zurück bekommen wird. K antwortet darauf nie und erinnert lediglich an die demolierte Wohnung. Deshalb traut sich W auch nicht, etwas gegen K zu unternehmen. Schließlich bittet er seinen juristisch gebildeten Cousin Dickschädel (D), der ein Fitnessstudio betreibt, um Hilfe.
D geht zu K und verlangt das Bild im Namen des W zurück. K zeigt D den von W unterzeichneten Vertrag und behauptet darüber hinaus, dass es für W in jedem Fall zu spät sei, das Bild zurück zu verlangen, weil die Angelegenheit zu alt sei.
**B. Frage**
Kann W von K Herausgabe des Bildes verlangen?
**C. Lösungshinweise**
Anspruchsgrundlage: [**§ 812 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__812.html), eventuell [**§ 985 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__985.html) (weil auch die Übereignung mit Fehler behaftet - möglich wäre auch diesbezüglich eine Anfechtung, Fehleridentität).
Bei Einhaltung der richtigen Reihenfolge der Fallprüfung stellt sich die Fristenfrage bereits bei der Anfechtung ([**§ 123 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__123.html), [**§ 124 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__124.html)).
Aus Sicht der Verjährung könnte sich die Frage stellen, ob [**§ 812 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__812.html) verjährt ist - dieser ist aber erst mit Anfechtungserklärung entstanden, damit beginnt erst hier die Verjährungsfrist.
Die Anfechtungsmöglichkeit (als Gestaltungsrecht) verjährt nicht!
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CategoryWIPR1Faelle
Revision [18fabb5]
Bearbeitet am 2012-05-21 09:50:45 von ChristianeUri
ADDITIONS
CategoryWIPR1Faelle
DELETIONS
CategoryFallsammlungWIPR
Revision [e5892d8]
Bearbeitet am 2010-01-20 15:10:09 von WojciechLisiewicz
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**C. Lösungshinweise**
Anspruchsgrundlage: [**§ 812 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__812.html), eventuell [**§ 985 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__985.html) (weil auch die Übereignung mit Fehler behaftet - möglich wäre auch diesbezüglich eine Anfechtung, Fehleridentität).
Bei Einhaltung der richtigen Reihenfolge der Fallprüfung stellt sich die Fristenfrage bereits bei der Anfechtung ([**§ 123 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__123.html), [**§ 124 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__124.html)).
Aus Sicht der Verjährung könnte sich die Frage stellen, ob [**§ 812 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__812.html) verjährt ist - dieser ist aber erst mit Anfechtungserklärung entstanden, damit beginnt erst hier die Verjährungsfrist.
Die Anfechtungsmöglichkeit (als Gestaltungsrecht) verjährt nicht!
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CategoryFallsammlungWIPR
Revision [de25f08]
Die älteste bekannte Version dieser Seite wurde von WojciechLisiewicz am 2010-01-19 14:22:14 erstellt
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### Fall: Fünf Jahre unter Druck
**A. Sachverhalt**
Knüppel (K) möchte das wertvolle Gemälde des italienischen Künstlers Buonarotti kaufen, das sich im Besitz des Weich (W) befindet. Da W sich weigert, das Gemälde zu verkaufen, besucht K den W eines Tages und verwüstet dessen Wohnung mit einem Baseball-Schläger. Anschließend kündigt er dem W wöchentliche Besuche an, sofern W den von K vorbereiteten Vertrag nicht unterzeichnet.
Der eingeschüchterte W unterschreibt, K nimmt sich das Gemälde und geht.
Es vergehen 5 Jahre, in denen W immer wieder nachfragt, wann er das Gemälde zurück bekommen wird. K antwortet darauf nie und erinnert lediglich an die demolierte Wohnung. Deshalb traut sich W auch nicht, etwas gegen K zu unternehmen. Schließlich bittet er seinen juristisch gebildeten Cousin Dickschädel (D), der ein Fitnessstudio betreibt, um Hilfe.
D geht zu K und verlangt das Bild im Namen des W zurück. K zeigt D den von W unterzeichneten Vertrag und behauptet darüber hinaus, dass es für W in jedem Fall zu spät sei, das Bild zurück zu verlangen, weil die Angelegenheit zu alt sei.
**B. Frage**
Kann W von K Herausgabe des Bildes verlangen?