Revision [f6a70df]
Letzte Änderung am 2020-02-14 00:09:19 durch Oksana Neopagitova
ADDITIONS
### Fallbeispiel 8 - Die Spritschleuder AG


##### Wettlauf der Sicherungsgeber I


##### A. Sachverhalt

Tüchtig (T) ist alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer der Plastik GmbH (P), die Kunststoffteile für die Automobilindustrie herstellt. Einer der größten Kunden der P ist der Automobilhersteller Spritschleuder AG (S). P liefert an S seit Jahren Kunststoffteile für die Innenraumausstattung der von ihr hergestellten Fahrzeuge.

In der Wirtschaftskrise müssen S und auch andere Kunden ihre Bestellungen bei P deutlich zurückfahren, wodurch P ihre laufenden Kosten nicht mehr decken kann. Um die Durststrecke zu überwinden, nimmt P bei seiner Hausbank Dorfkasse (D) einen endfälligen Kredit in Höhe von 300.000,- EUR für eine Gesamtlaufzeit von 3 Jahren auf. Angesichts der finanziellen Lage der P verlangt D allerdings Sicherheiten. Zu diesem Zweck räumt P der D eine Hypothek auf einem mehrere Hektar großen Grundstücks am Stadtrand ein. Die Hypothek erstreckt sich auf die Darlehenssumme nebst 5,5 % p. a. Zinsen (effektiv).

Das Grundstück gehört eigentlich aber nicht der P, sondern dem T persönlich. Dennoch wird die Hypothek zugunsten der D notariell beurkundet, es wird der D ein Hypothekenbrief ausgehändigt. Vor dem Grundbuchamt stimmt T auch der Eintragung zu und die Hypothek wird im Grundbuch eingetragen.

Nach ca. zwei Jahren verkauft D die Darlehensforderung an die Kreditbank Geier AG (G) und überträgt in einem schriftlichen Vertrag sowohl die Darlehensforderung auf die G, wie auch die der D zustehende Hypothek am Grundstück des T. Darüber hinaus wird nur der Hypothekenbrief übergeben.

G verlangt weitere Sicherheiten von P – andernfalls werde G den Darlehensvertrag wegen schlechter finanzieller Lage der P kündigen und notfalls auch die Grundstücke des T verwerten. Währenddessen steht P mit S im Gespräch, wie zumindest die Produktion der Kunststoffteile für S sichergestellt werden kann. Auf die Bitte von T erklärt der Vorstand der S gegenüber G eine Bürgschaft für die Forderung der G gegen P in schriftlicher Form.

Als das Darlehen zur Rückzahlung fällig ist, kann P nicht zahlen. Deshalb nimmt G die S aus der Bürgschaft in Anspruch. S zahlt die komplette Forderung.


##### B. Frage

Welche Rechte hat S? Gegen wen?


##### C. Hinweis(e) zum Fall

Bei dem Fall handelt es sich um den Klausurfall WIPR III im SS 2011. Die zulässige Bearbeitungszeit beträgt 120 Minuten.



##### D. Lösung


##### 1. Grafische Skizze

![image](/uploads/FallSpritschleuderAG/Grafische_Skizze_Fallbeispiel8_SpritschleuderAG.jpg)


##### 2. Lösungsskizze

[Die Lösungsskizze zum Download als PDF gibts hier!](/files/FallSpritschleuderAG/Loesung_Fallbeispiel8_SpritschleuderAG.pdf)



| |
| +| **S gegen P auf Rückzahlung des Darlehens inkl. Zinsen gem. [**§ 488 Abs. 1 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__488.html) (Übergang auf S i. V. m. § 774 Abs. 1 A. 1 i.V.m. §§ 398, 412 BGB)**



***I. Anspruch erworben**

>>1. Primärerwerb des Anspruchs
>>= hier auf Rückzahlung des Darlehens
>> **HIER (-)** kein Vertrag zwischen S und P i. S. d. § 488


>>2. Sekundärerwerb des Anspruchs
>>= abgeleiteter Erwerb
>> **HIER** S von G infolge gesetzlichen Übergangs nach §§ 774, 398; S Gläubiger der Darlehensschuld

>> ** _Anmerkung zur weiteren Fallprüfung:** Historische Prüfung (Prüfung von der Entstehung zum Übergang der Darlehensforderung)_


>>>a. Wirksamer Darlehensvertrag zwischen P und D gem. § 488
>>>>aa. Vertragsschluss (+)
>>>>bb. Vertragsinhalt (+)
>>>>cc. Wirksamkeit (+)
>>>>dd. **Zwischenergebnis:** Darlehensvertrag P und D gem. § 488 (+)


>>>b. Wirksame Forderungsabtretung von D an G gem. § 398 ff.
>>>>aa. Forderungsabtretung durch Zedent = Gläubiger
>>>> **HIER (+)** D ist Forderungsgläubiger
>>>>bb. Forderungsempfang durch Zessionar
>>>> **HIER (+)** G ist Empfänger der Forderung
>>>>cc. Vertrag
>>>> **HIER (+)** laut Sachverhalt gegeben
>>>>dd. **Zwischenergebnis:** Forderungsabtretung D an G gem. § 398 (+)


>>>c. Wirksamer gesetzlicher Übergang der Forderung gem. § 774
>>>>aa. Bürgschaftsvertrag zwischen G und S
>>>> **HIER (+)** laut Sachverhalt
>>>>bb. Befriedigung durch Bürgen
>>>>HIER (+) S zahlt vollständig
>>>>cc. **Zwischenergebnis:** Wirksamer gesetzlicher Übergang der Forderung nach § 774 (+)

>>>> _**Hinweis:** Mit der Forderung erwirbt der Bürge gemäß Abs. 1, §§ 412, 401 Abs. 1 auch die dort genannten akzessorischen Sicherheiten._


>>>d. **Zwischenergebnis:** Voraussetzungen des § 774 für den Übergang (+); S ist Gläubiger der Darlehensschuld


>>3. **Zwischenergebnis:** Anspruch entstanden (+)

**II. Anspruch nicht verloren (+)**

**III. Anspruch durchsetzbar (+)**

**IV. Ergebnis: Anspruch S gegen P auf Rückzahlung des Darlehens (+)**



| |
| +| **S gegen T auf Duldung der Zwangsvollstreckung gem. [**§ 1147 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1147.html) i. V. m. §§ 774 Abs. 1, 401 Abs. 1, 412 BGB**



***I. Anspruch erworben?**
= fraglich ist, ob S die Hypothek erworben hat, d. h. Inhaber der Hypothek geworden ist


>>1. Primärer Hypothekenerwerb des S von G?
>>= Primärerwerb (Entstehung) einer Hypothek
>> **HIER (-)** eine Hypothek zugunsten des S wurde nicht begründet


>>2. Sekundärer Hypothekenerwerb des S von G
>>(Übergang der Hypothek kraft Gesetzes) gem. §§ 774 I, 398, 401 I, 412 BGB?

>> _**Anmerkung zur weiteren Fallprüfung:** Historische Prüfung (Prüfung von der Entstehung zum Übergang der Darlehensforderung)_


>>>a. Hypothekenerwerb der D durch P
>>>>aa. Einigung zur Begründung einer Hypothek gem. §§ 873, 1113 BGB
>>>> **HIER (+)** laut Angabe im Sachverhalt
>>>>bb. Eintragung der Hypothek gem. § 873 in dem Umfang nach [**§ 1115 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1115.html)
>>>> **HIER (+)** laut Angabe im Sachverhalt
>>>>cc. Einigsein im Zeitpunkt der Vollendung des Rechtserwerbs
>>>>= keine der WEen darf widerrufen worden sein
>>>> **HIER (+)** kein Widerruf
>>>>dd. (Verfügungs-)Berechtigung des Bestellers der Hypothek
>>>>>(1) Verfügungsbefugter Eigentümer (verfügt über Immobilie)
>>>>> **HIER (-)** P ist nicht Eigentümer, sondern Gesellschafter T
>>>>>(2) Nichteigentümer, der gesetzlich verfügungsbefugt ist oder der vom Berechtigten ermächtigt ist (über die Immobilie zu verfügen)
>>>>> **HIER (+)** P ist Ermächtigter nach § 185 (Einwilligung oder Genehmigung durch T); laut SV Zustimmung des T gegenüber GB-Amt
>>>>ee. Hypothekenbrief
>>>>= der Hypothekenbrief wurde – sofern erforderlich – dem Gläubiger übergaben, § 1117
>>>> **HIER (+)** vgl. Sachverhalt
>>>>ff. Bestehen der Forderung
>>>>= die Forderung ist in dem Umfang entstanden, in welchem das Bestehen der Hypothek geltend gemacht wird
>>>> **HIER (+)**
>>>>gg. **Zwischenergebnis:** Hypothekenerwerb der D von P (+)


>>>b. Übertragung der Hypothek von D auf G gem. §§ 398, 1154, 1153?
>>>= abgeleiteter Erwerb der G von der Berechtigten D

>>>>aa. Abtretungsvertrag gem. § 1154
>>>>Übertragung der Forderung mit Hypothek
>>>> **HIER (+)** - erwähnenswert: Form – einfache Schriftform gem. § 1154 I BGB - erfüllt!
>>>>bb. Offenlegung
>>>>= Offenlegung der Abtretung einer mit Hypothek gesicherten Forderung; § 1154 Abs. 1 oder Abs. 2
>>>> **HIER (+)** Brief wurde übergeben (§ 1154 Abs. 1)
>>>>cc. Berechtigung
>>>>= Abtretender muss Inhaber der Forderung und Inhaber der Hypothek sein
>>>> **HIER (+)** D ist Hypotheken- und Forderungsinhaber
>>>>dd. **Zwischenergebnis:** Übertragung der Hypothek von D auf G gem. §§ 398, 1154, 1153 (+)


>>>c. Wirksamer gesetzlicher Übergang der Forderung von G auf S gem. § 774, 412, 401
>>>>aa. Bürgschaftsvertrag zwischen G und S
>>>> **HIER (+)** s.o.
>>>>bb. Befriedigung durch Bürgen
>>>> **HIER (+)** s.o.
>>>>cc. **Zwischenergebnis:** Wirksamer gesetzlicher Übergang der Forderung nach § 774 (+)

>>> _**Hinweis:** Mit der Forderung erwirbt der Bürge gemäß §§ 412, 401 Abs. 1 auch die dort genannten akzessorischen Sicherheiten (hier Hypothek)._


>>>d. **Zwischenergebnis:** Anspruchssteller (S) ist Inhaber der Hypothek (+)


>>3. **Zwischenergebnis:** Anspruch entstanden (+)

**II. Anspruch untergegangen (-)**

**III. Anspruch durchsetzbar (+)**

**IV. Vom Haftungsumfang gedeckt (+)**
= die angestrebte ZV ist im Hinblick auf die Forderung sowie den Gegenstand der Zwangsvollstreckung vom Haftungsumfang der Hypothek erfasst, §§ 1118 ff. BGB;
Überlegung: Verwertung des Grundstücks an sich, gem. § 1120 unproblematisch (+)

>>1. Forderung erfasst
>>= die zu befriedigende Forderung ist vom Haftungsumfang der Hypothek erfasst, §§ 1118, 1119
>>HIER (+)  erfasst sind insbesondere die Haupt- und Nebenforderungen sowie Zinsen

>>2. Gegenstand haftet
>>= die Haftung der Hypothek erstreckt sich auf den betroffenen Gegenstand, §§ 1120 ff.
>>HIER (+)

>>3. Aber: Wettlauf der Sicherungsgeber (zur Bezahlung des Gläubigers)

>>Lösung nach gesetzlicher Regelung (Priorität); (Motto: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst!“); Ergebnis: vom Gläubiger zuerst in Anspruch genommene Sicherungsgeber könnte vollen Ausgleich von anderen Sicherungsgebern verlangen; somit hätte S Anspruch auf vollständigen Ausgleich!

>> **Aber h.L.:** allgemeiner Rechtsgedanke aus §§ 774 Abs. 2, 426 findet Anwendung; danach sind mehrere auf gleicher Stufe stehende Sicherungsgeber entsprechend § 426 Abs. 1 regresspflichtig; d.h. grundsätzlich soll zwischen Sicherungsgebern ein Ausgleich wie zwischen Gesamtschuldnern erfolgen (idR nach Quoten der Sicherung);
>> **HIER** also je zur Hälfte (50:50)

**IV. Ergebnis: S gegen T auf Duldung der Zwangsvollstreckung gem. [**§ 1147 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1147.html) i. V. m. §§ 774 Abs. 1, 401 Abs. 1, 412 BGB (+)**
DELETIONS
### Fallbeispiel 8 - Die Spritschleuder AG
##### Wettlauf der Sicherungsgeber I
##### A. Sachverhalt
Tüchtig (T) ist alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer der Plastik GmbH (P), die Kunststoffteile für die Automobilindustrie herstellt. Einer der größten Kunden der P ist der Automobilhersteller Spritschleuder AG (S). P liefert an S seit Jahren Kunststoffteile für die Innenraumausstattung der von ihr hergestellten Fahrzeuge.
In der Wirtschaftskrise müssen S und auch andere Kunden ihre Bestellungen bei P deutlich zurückfahren, wodurch P ihre laufenden Kosten nicht mehr decken kann. Um die Durststrecke zu überwinden, nimmt P bei seiner Hausbank Dorfkasse (D) einen endfälligen Kredit in Höhe von 300.000,- EUR für eine Gesamtlaufzeit von 3 Jahren auf. Angesichts der finanziellen Lage der P verlangt D allerdings Sicherheiten. Zu diesem Zweck räumt P der D eine Hypothek auf einem mehrere Hektar großen Grundstücks am Stadtrand ein. Die Hypothek erstreckt sich auf die Darlehenssumme nebst 5,5 % p. a. Zinsen (effektiv).
Das Grundstück gehört eigentlich aber nicht der P, sondern dem T persönlich. Dennoch wird die Hypothek zugunsten der D notariell beurkundet, es wird der D ein Hypothekenbrief ausgehändigt. Vor dem Grundbuchamt stimmt T auch der Eintragung zu und die Hypothek wird im Grundbuch eingetragen.
Nach ca. zwei Jahren verkauft D die Darlehensforderung an die Kreditbank Geier AG (G) und überträgt in einem schriftlichen Vertrag sowohl die Darlehensforderung auf die G, wie auch die der D zustehende Hypothek am Grundstück des T. Darüber hinaus wird nur der Hypothekenbrief übergeben.
G verlangt weitere Sicherheiten von P – andernfalls werde G den Darlehensvertrag wegen schlechter finanzieller Lage der P kündigen und notfalls auch die Grundstücke des T verwerten. Währenddessen steht P mit S im Gespräch, wie zumindest die Produktion der Kunststoffteile für S sichergestellt werden kann. Auf die Bitte von T erklärt der Vorstand der S gegenüber G eine Bürgschaft für die Forderung der G gegen P in schriftlicher Form.
Als das Darlehen zur Rückzahlung fällig ist, kann P nicht zahlen. Deshalb nimmt G die S aus der Bürgschaft in Anspruch. S zahlt die komplette Forderung.
##### B. Frage
Welche Rechte hat S? Gegen wen?
##### C. Hinweis(e) zum Fall
Bei dem Fall handelt es sich um den Klausurfall WIPR III im SS 2011. Die zulässige Bearbeitungszeit beträgt 120 Minuten.
##### D. Lösung
##### 1. Grafische Skizze
![image](/uploads/FallSpritschleuderAG/Grafische_Skizze_Fallbeispiel8_SpritschleuderAG.jpg)
##### 2. Lösungsskizze
[Die Lösungsskizze zum Download als PDF gibts hier!](/files/FallSpritschleuderAG/Loesung_Fallbeispiel8_SpritschleuderAG.pdf)
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| -| **S gegen P auf Rückzahlung des Darlehens inkl. Zinsen gem. [**§ 488 Abs. 1 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__488.html) (Übergang auf S i. V. m. § 774 Abs. 1 A. 1 i.V.m. §§ 398, 412 BGB)**
***I. Anspruch erworben**

>>1. Primärerwerb des Anspruchs
>>= hier auf Rückzahlung des Darlehens
>> **HIER (-)** kein Vertrag zwischen S und P i. S. d. § 488

>>2. Sekundärerwerb des Anspruchs
>>= abgeleiteter Erwerb
>> **HIER** S von G infolge gesetzlichen Übergangs nach §§ 774, 398; S Gläubiger der Darlehensschuld
>> ** _Anmerkung zur weiteren Fallprüfung:** Historische Prüfung (Prüfung von der Entstehung zum Übergang der Darlehensforderung)_

>>>a. Wirksamer Darlehensvertrag zwischen P und D gem. § 488
>>>>aa. Vertragsschluss (+)
>>>>bb. Vertragsinhalt (+)
>>>>cc. Wirksamkeit (+)
>>>>dd. **Zwischenergebnis:** Darlehensvertrag P und D gem. § 488 (+)

>>>b. Wirksame Forderungsabtretung von D an G gem. § 398 ff.
>>>>aa. Forderungsabtretung durch Zedent = Gläubiger
>>>> **HIER (+)** D ist Forderungsgläubiger
>>>>bb. Forderungsempfang durch Zessionar
>>>> **HIER (+)** G ist Empfänger der Forderung
>>>>cc. Vertrag
>>>> **HIER (+)** laut Sachverhalt gegeben
>>>>dd. **Zwischenergebnis:** Forderungsabtretung D an G gem. § 398 (+)

>>>c. Wirksamer gesetzlicher Übergang der Forderung gem. § 774
>>>>aa. Bürgschaftsvertrag zwischen G und S
>>>> **HIER (+)** laut Sachverhalt
>>>>bb. Befriedigung durch Bürgen
>>>>HIER (+) S zahlt vollständig
>>>>cc. **Zwischenergebnis:** Wirksamer gesetzlicher Übergang der Forderung nach § 774 (+)
>>>> _**Hinweis:** Mit der Forderung erwirbt der Bürge gemäß Abs. 1, §§ 412, 401 Abs. 1 auch die dort genannten akzessorischen Sicherheiten._

>>>d. **Zwischenergebnis:** Voraussetzungen des § 774 für den Übergang (+); S ist Gläubiger der Darlehensschuld

>>3. **Zwischenergebnis:** Anspruch entstanden (+)
**II. Anspruch nicht verloren (+)**
**III. Anspruch durchsetzbar (+)**
**IV. Ergebnis: Anspruch S gegen P auf Rückzahlung des Darlehens (+)**
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| -| **S gegen T auf Duldung der Zwangsvollstreckung gem. [**§ 1147 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1147.html) i. V. m. §§ 774 Abs. 1, 401 Abs. 1, 412 BGB**
***I. Anspruch erworben?**
= fraglich ist, ob S die Hypothek erworben hat, d. h. Inhaber der Hypothek geworden ist

>>1. Primärer Hypothekenerwerb des S von G?
>>= Primärerwerb (Entstehung) einer Hypothek
>> **HIER (-)** eine Hypothek zugunsten des S wurde nicht begründet
>>2. Sekundärer Hypothekenerwerb des S von G
>>(Übergang der Hypothek kraft Gesetzes) gem. §§ 774 I, 398, 401 I, 412 BGB?
>> _**Anmerkung zur weiteren Fallprüfung:** Historische Prüfung (Prüfung von der Entstehung zum Übergang der Darlehensforderung)_
>>>a. Hypothekenerwerb der D durch P
>>>>aa. Einigung zur Begründung einer Hypothek gem. §§ 873, 1113 BGB
>>>> **HIER (+)** laut Angabe im Sachverhalt
>>>>bb. Eintragung der Hypothek gem. § 873 in dem Umfang nach [**§ 1115 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1115.html)
>>>> **HIER (+)** laut Angabe im Sachverhalt
>>>>cc. Einigsein im Zeitpunkt der Vollendung des Rechtserwerbs
>>>>= keine der WEen darf widerrufen worden sein
>>>> **HIER (+)** kein Widerruf
>>>>dd. (Verfügungs-)Berechtigung des Bestellers der Hypothek
>>>>>(1) Verfügungsbefugter Eigentümer (verfügt über Immobilie)
>>>>> **HIER (-)** P ist nicht Eigentümer, sondern Gesellschafter T
>>>>>(2) Nichteigentümer, der gesetzlich verfügungsbefugt ist oder der vom Berechtigten ermächtigt ist (über die Immobilie zu verfügen)
>>>>> **HIER (+)** P ist Ermächtigter nach § 185 (Einwilligung oder Genehmigung durch T); laut SV Zustimmung des T gegenüber GB-Amt
>>>>ee. Hypothekenbrief
>>>>= der Hypothekenbrief wurde – sofern erforderlich – dem Gläubiger übergaben, § 1117
>>>> **HIER (+)** vgl. Sachverhalt
>>>>ff. Bestehen der Forderung
>>>>= die Forderung ist in dem Umfang entstanden, in welchem das Bestehen der Hypothek geltend gemacht wird
>>>> **HIER (+)**
>>>>gg. **Zwischenergebnis:** Hypothekenerwerb der D von P (+)
>>>b. Übertragung der Hypothek von D auf G gem. §§ 398, 1154, 1153?
>>>= abgeleiteter Erwerb der G von der Berechtigten D
>>>>aa. Abtretungsvertrag gem. § 1154
>>>>Übertragung der Forderung mit Hypothek
>>>> **HIER (+)** - erwähnenswert: Form – einfache Schriftform gem. § 1154 I BGB - erfüllt!
>>>>bb. Offenlegung
>>>>= Offenlegung der Abtretung einer mit Hypothek gesicherten Forderung; § 1154 Abs. 1 oder Abs. 2
>>>> **HIER (+)** Brief wurde übergeben (§ 1154 Abs. 1)
>>>>cc. Berechtigung
>>>>= Abtretender muss Inhaber der Forderung und Inhaber der Hypothek sein
>>>> **HIER (+)** D ist Hypotheken- und Forderungsinhaber
>>>>dd. **Zwischenergebnis:** Übertragung der Hypothek von D auf G gem. §§ 398, 1154, 1153 (+)
>>>c. Wirksamer gesetzlicher Übergang der Forderung von G auf S gem. § 774, 412, 401
>>>>aa. Bürgschaftsvertrag zwischen G und S
>>>> **HIER (+)** s.o.
>>>>bb. Befriedigung durch Bürgen
>>>> **HIER (+)** s.o.
>>>>cc. **Zwischenergebnis:** Wirksamer gesetzlicher Übergang der Forderung nach § 774 (+)
>>> _**Hinweis:** Mit der Forderung erwirbt der Bürge gemäß §§ 412, 401 Abs. 1 auch die dort genannten akzessorischen Sicherheiten (hier Hypothek)._
>>>d. **Zwischenergebnis:** Anspruchssteller (S) ist Inhaber der Hypothek (+)
>>3. **Zwischenergebnis:** Anspruch entstanden (+)
**II. Anspruch untergegangen (-)**
**III. Anspruch durchsetzbar (+)**
**IV. Vom Haftungsumfang gedeckt (+)**
= die angestrebte ZV ist im Hinblick auf die Forderung sowie den Gegenstand der Zwangsvollstreckung vom Haftungsumfang der Hypothek erfasst, §§ 1118 ff. BGB;
Überlegung: Verwertung des Grundstücks an sich, gem. § 1120 unproblematisch (+)
>>1. Forderung erfasst
>>= die zu befriedigende Forderung ist vom Haftungsumfang der Hypothek erfasst, §§ 1118, 1119
>>HIER (+)  erfasst sind insbesondere die Haupt- und Nebenforderungen sowie Zinsen
>>2. Gegenstand haftet
>>= die Haftung der Hypothek erstreckt sich auf den betroffenen Gegenstand, §§ 1120 ff.
>>HIER (+)
>>3. Aber: Wettlauf der Sicherungsgeber (zur Bezahlung des Gläubigers)
>>Lösung nach gesetzlicher Regelung (Priorität); (Motto: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst!“); Ergebnis: vom Gläubiger zuerst in Anspruch genommene Sicherungsgeber könnte vollen Ausgleich von anderen Sicherungsgebern verlangen; somit hätte S Anspruch auf vollständigen Ausgleich!
>> **Aber h.L.:** allgemeiner Rechtsgedanke aus §§ 774 Abs. 2, 426 findet Anwendung; danach sind mehrere auf gleicher Stufe stehende Sicherungsgeber entsprechend § 426 Abs. 1 regresspflichtig; d.h. grundsätzlich soll zwischen Sicherungsgebern ein Ausgleich wie zwischen Gesamtschuldnern erfolgen (idR nach Quoten der Sicherung);
>> **HIER** also je zur Hälfte (50:50)
**IV. Ergebnis: S gegen T auf Duldung der Zwangsvollstreckung gem. [**§ 1147 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1147.html) i. V. m. §§ 774 Abs. 1, 401 Abs. 1, 412 BGB (+)**
***
CategoryWIPR3Faelle
Revision [35fb8fb]
Bearbeitet am 2012-05-21 00:53:41 von ChristianeUri
ADDITIONS
CategoryWIPR3Faelle
DELETIONS
CategoryFallsammlungWIPR
Revision [3708792]
Bearbeitet am 2012-02-20 11:00:07 von ChristianeUri
ADDITIONS
***
CategoryFallsammlungWIPR
Revision [0bd3cb3]
Bearbeitet am 2012-01-12 12:09:39 von ChristianeUri
ADDITIONS
![image](/uploads/FallSpritschleuderAG/Grafische_Skizze_Fallbeispiel8_SpritschleuderAG.jpg)
[Die Lösungsskizze zum Download als PDF gibts hier!](/files/FallSpritschleuderAG/Loesung_Fallbeispiel8_SpritschleuderAG.pdf)
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| +| **S gegen P auf Rückzahlung des Darlehens inkl. Zinsen gem. [**§ 488 Abs. 1 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__488.html) (Übergang auf S i. V. m. § 774 Abs. 1 A. 1 i.V.m. §§ 398, 412 BGB)**
***I. Anspruch erworben**

>>1. Primärerwerb des Anspruchs
>>= hier auf Rückzahlung des Darlehens
>> **HIER (-)** kein Vertrag zwischen S und P i. S. d. § 488

>>2. Sekundärerwerb des Anspruchs
>>= abgeleiteter Erwerb
>> **HIER** S von G infolge gesetzlichen Übergangs nach §§ 774, 398; S Gläubiger der Darlehensschuld
>> ** _Anmerkung zur weiteren Fallprüfung:** Historische Prüfung (Prüfung von der Entstehung zum Übergang der Darlehensforderung)_

>>>a. Wirksamer Darlehensvertrag zwischen P und D gem. § 488
>>>>aa. Vertragsschluss (+)
>>>>bb. Vertragsinhalt (+)
>>>>cc. Wirksamkeit (+)
>>>>dd. **Zwischenergebnis:** Darlehensvertrag P und D gem. § 488 (+)

>>>b. Wirksame Forderungsabtretung von D an G gem. § 398 ff.
>>>>aa. Forderungsabtretung durch Zedent = Gläubiger
>>>> **HIER (+)** D ist Forderungsgläubiger
>>>>bb. Forderungsempfang durch Zessionar
>>>> **HIER (+)** G ist Empfänger der Forderung
>>>>cc. Vertrag
>>>> **HIER (+)** laut Sachverhalt gegeben
>>>>dd. **Zwischenergebnis:** Forderungsabtretung D an G gem. § 398 (+)

>>>c. Wirksamer gesetzlicher Übergang der Forderung gem. § 774
>>>>aa. Bürgschaftsvertrag zwischen G und S
>>>> **HIER (+)** laut Sachverhalt
>>>>bb. Befriedigung durch Bürgen
>>>>HIER (+) S zahlt vollständig
>>>>cc. **Zwischenergebnis:** Wirksamer gesetzlicher Übergang der Forderung nach § 774 (+)
>>>> _**Hinweis:** Mit der Forderung erwirbt der Bürge gemäß Abs. 1, §§ 412, 401 Abs. 1 auch die dort genannten akzessorischen Sicherheiten._

>>>d. **Zwischenergebnis:** Voraussetzungen des § 774 für den Übergang (+); S ist Gläubiger der Darlehensschuld

>>3. **Zwischenergebnis:** Anspruch entstanden (+)
**II. Anspruch nicht verloren (+)**
**III. Anspruch durchsetzbar (+)**
**IV. Ergebnis: Anspruch S gegen P auf Rückzahlung des Darlehens (+)**
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| +| **S gegen T auf Duldung der Zwangsvollstreckung gem. [**§ 1147 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1147.html) i. V. m. §§ 774 Abs. 1, 401 Abs. 1, 412 BGB**
***I. Anspruch erworben?**
= fraglich ist, ob S die Hypothek erworben hat, d. h. Inhaber der Hypothek geworden ist

>>1. Primärer Hypothekenerwerb des S von G?
>>= Primärerwerb (Entstehung) einer Hypothek
>> **HIER (-)** eine Hypothek zugunsten des S wurde nicht begründet
>>2. Sekundärer Hypothekenerwerb des S von G
>>(Übergang der Hypothek kraft Gesetzes) gem. §§ 774 I, 398, 401 I, 412 BGB?
>> _**Anmerkung zur weiteren Fallprüfung:** Historische Prüfung (Prüfung von der Entstehung zum Übergang der Darlehensforderung)_
>>>a. Hypothekenerwerb der D durch P
>>>>aa. Einigung zur Begründung einer Hypothek gem. §§ 873, 1113 BGB
>>>> **HIER (+)** laut Angabe im Sachverhalt
>>>>bb. Eintragung der Hypothek gem. § 873 in dem Umfang nach [**§ 1115 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1115.html)
>>>> **HIER (+)** laut Angabe im Sachverhalt
>>>>cc. Einigsein im Zeitpunkt der Vollendung des Rechtserwerbs
>>>>= keine der WEen darf widerrufen worden sein
>>>> **HIER (+)** kein Widerruf
>>>>dd. (Verfügungs-)Berechtigung des Bestellers der Hypothek
>>>>>(1) Verfügungsbefugter Eigentümer (verfügt über Immobilie)
>>>>> **HIER (-)** P ist nicht Eigentümer, sondern Gesellschafter T
>>>>>(2) Nichteigentümer, der gesetzlich verfügungsbefugt ist oder der vom Berechtigten ermächtigt ist (über die Immobilie zu verfügen)
>>>>> **HIER (+)** P ist Ermächtigter nach § 185 (Einwilligung oder Genehmigung durch T); laut SV Zustimmung des T gegenüber GB-Amt
>>>>ee. Hypothekenbrief
>>>>= der Hypothekenbrief wurde – sofern erforderlich – dem Gläubiger übergaben, § 1117
>>>> **HIER (+)** vgl. Sachverhalt
>>>>ff. Bestehen der Forderung
>>>>= die Forderung ist in dem Umfang entstanden, in welchem das Bestehen der Hypothek geltend gemacht wird
>>>> **HIER (+)**
>>>>gg. **Zwischenergebnis:** Hypothekenerwerb der D von P (+)
>>>b. Übertragung der Hypothek von D auf G gem. §§ 398, 1154, 1153?
>>>= abgeleiteter Erwerb der G von der Berechtigten D
>>>>aa. Abtretungsvertrag gem. § 1154
>>>>Übertragung der Forderung mit Hypothek
>>>> **HIER (+)** - erwähnenswert: Form – einfache Schriftform gem. § 1154 I BGB - erfüllt!
>>>>bb. Offenlegung
>>>>= Offenlegung der Abtretung einer mit Hypothek gesicherten Forderung; § 1154 Abs. 1 oder Abs. 2
>>>> **HIER (+)** Brief wurde übergeben (§ 1154 Abs. 1)
>>>>cc. Berechtigung
>>>>= Abtretender muss Inhaber der Forderung und Inhaber der Hypothek sein
>>>> **HIER (+)** D ist Hypotheken- und Forderungsinhaber
>>>>dd. **Zwischenergebnis:** Übertragung der Hypothek von D auf G gem. §§ 398, 1154, 1153 (+)
>>>c. Wirksamer gesetzlicher Übergang der Forderung von G auf S gem. § 774, 412, 401
>>>>aa. Bürgschaftsvertrag zwischen G und S
>>>> **HIER (+)** s.o.
>>>>bb. Befriedigung durch Bürgen
>>>> **HIER (+)** s.o.
>>>>cc. **Zwischenergebnis:** Wirksamer gesetzlicher Übergang der Forderung nach § 774 (+)
>>> _**Hinweis:** Mit der Forderung erwirbt der Bürge gemäß §§ 412, 401 Abs. 1 auch die dort genannten akzessorischen Sicherheiten (hier Hypothek)._
>>>d. **Zwischenergebnis:** Anspruchssteller (S) ist Inhaber der Hypothek (+)
>>3. **Zwischenergebnis:** Anspruch entstanden (+)
**II. Anspruch untergegangen (-)**
**III. Anspruch durchsetzbar (+)**
**IV. Vom Haftungsumfang gedeckt (+)**
= die angestrebte ZV ist im Hinblick auf die Forderung sowie den Gegenstand der Zwangsvollstreckung vom Haftungsumfang der Hypothek erfasst, §§ 1118 ff. BGB;
Überlegung: Verwertung des Grundstücks an sich, gem. § 1120 unproblematisch (+)
>>1. Forderung erfasst
>>= die zu befriedigende Forderung ist vom Haftungsumfang der Hypothek erfasst, §§ 1118, 1119
>>HIER (+)  erfasst sind insbesondere die Haupt- und Nebenforderungen sowie Zinsen
>>2. Gegenstand haftet
>>= die Haftung der Hypothek erstreckt sich auf den betroffenen Gegenstand, §§ 1120 ff.
>>HIER (+)
>>3. Aber: Wettlauf der Sicherungsgeber (zur Bezahlung des Gläubigers)
>>Lösung nach gesetzlicher Regelung (Priorität); (Motto: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst!“); Ergebnis: vom Gläubiger zuerst in Anspruch genommene Sicherungsgeber könnte vollen Ausgleich von anderen Sicherungsgebern verlangen; somit hätte S Anspruch auf vollständigen Ausgleich!
>> **Aber h.L.:** allgemeiner Rechtsgedanke aus §§ 774 Abs. 2, 426 findet Anwendung; danach sind mehrere auf gleicher Stufe stehende Sicherungsgeber entsprechend § 426 Abs. 1 regresspflichtig; d.h. grundsätzlich soll zwischen Sicherungsgebern ein Ausgleich wie zwischen Gesamtschuldnern erfolgen (idR nach Quoten der Sicherung);
>> **HIER** also je zur Hälfte (50:50)
**IV. Ergebnis: S gegen T auf Duldung der Zwangsvollstreckung gem. [**§ 1147 BGB**](http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1147.html) i. V. m. §§ 774 Abs. 1, 401 Abs. 1, 412 BGB (+)**
Revision [2374b4e]
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ADDITIONS
### Fallbeispiel 8 - Die Spritschleuder AG
##### Wettlauf der Sicherungsgeber I
##### A. Sachverhalt
Tüchtig (T) ist alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer der Plastik GmbH (P), die Kunststoffteile für die Automobilindustrie herstellt. Einer der größten Kunden der P ist der Automobilhersteller Spritschleuder AG (S). P liefert an S seit Jahren Kunststoffteile für die Innenraumausstattung der von ihr hergestellten Fahrzeuge.
In der Wirtschaftskrise müssen S und auch andere Kunden ihre Bestellungen bei P deutlich zurückfahren, wodurch P ihre laufenden Kosten nicht mehr decken kann. Um die Durststrecke zu überwinden, nimmt P bei seiner Hausbank Dorfkasse (D) einen endfälligen Kredit in Höhe von 300.000,- EUR für eine Gesamtlaufzeit von 3 Jahren auf. Angesichts der finanziellen Lage der P verlangt D allerdings Sicherheiten. Zu diesem Zweck räumt P der D eine Hypothek auf einem mehrere Hektar großen Grundstücks am Stadtrand ein. Die Hypothek erstreckt sich auf die Darlehenssumme nebst 5,5 % p. a. Zinsen (effektiv).
Das Grundstück gehört eigentlich aber nicht der P, sondern dem T persönlich. Dennoch wird die Hypothek zugunsten der D notariell beurkundet, es wird der D ein Hypothekenbrief ausgehändigt. Vor dem Grundbuchamt stimmt T auch der Eintragung zu und die Hypothek wird im Grundbuch eingetragen.
Nach ca. zwei Jahren verkauft D die Darlehensforderung an die Kreditbank Geier AG (G) und überträgt in einem schriftlichen Vertrag sowohl die Darlehensforderung auf die G, wie auch die der D zustehende Hypothek am Grundstück des T. Darüber hinaus wird nur der Hypothekenbrief übergeben.
G verlangt weitere Sicherheiten von P – andernfalls werde G den Darlehensvertrag wegen schlechter finanzieller Lage der P kündigen und notfalls auch die Grundstücke des T verwerten. Währenddessen steht P mit S im Gespräch, wie zumindest die Produktion der Kunststoffteile für S sichergestellt werden kann. Auf die Bitte von T erklärt der Vorstand der S gegenüber G eine Bürgschaft für die Forderung der G gegen P in schriftlicher Form.
Als das Darlehen zur Rückzahlung fällig ist, kann P nicht zahlen. Deshalb nimmt G die S aus der Bürgschaft in Anspruch. S zahlt die komplette Forderung.
##### B. Frage
Welche Rechte hat S? Gegen wen?
##### C. Hinweis(e) zum Fall
Bei dem Fall handelt es sich um den Klausurfall WIPR III im SS 2011. Die zulässige Bearbeitungszeit beträgt 120 Minuten.
##### D. Lösung
##### 1. Grafische Skizze
##### 2. Lösungsskizze