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Erfahrungsbericht an der Universitatea Babeș-Bolyai in Cluj-Napoca (Rumänien), 6. Semester


Erfahrungsbericht von Julia Tempel

Erfahrungsbericht Universitatea Babeș-Bolyai (Rumänien), 6. Semester


Deutschland


Vor der Abreise in Deutschland mussten keine Änderungen der Verträge vorgenommen werden. Ich behielt meinen Handyvertrag, sowie die Wohnung, bzw. das Zimmer in einer Wohngemeinschaft, weiterhin. Da ich mit keiner Fluggesellschaft nach Rumänien gereist bin, sondern mit dem Auto fuhr, kann ich bezüglich empfehlenswerten Fluggesellschaften keine weiteren Angaben machen.

Universität im Ausland und deren Lehr-&Betreuungsangebote


Den mir zugeteilten Buddy traf ich circa zwei Wochen nach meiner Ankunft in Rumänien und erhielt eine Hilfestellung auf Grund der Lehrpläne, die man selbst zusammenstellen musste. Am Anfang des Semesters gab es eine Willkommenszeremonie für die Auslandsstudierenden, sowie einige Hinweise zur Universität und deren geschichtlichen Aufbau. Bezüglich Fragen stellte es sich als schwierig heraus, den ernannten Koordinator aufzufinden, da dieser auch zu vorgegebenen Zeiten, seiner Sprechstunden, selten im Büro anzutreffen war. Das International Office der Universität befand sich in einem separaten Gebäude, in dem man sich am Anfang des Semesters melden musste und auch zum Teil Antworten auf noch offene Fragen bekam. Die Kurse die man besuchen wollte, konnte man sich selbst aussuchen, wobei bereits an der Hochschule Schmalkalden eine Beratung stattfand, welche Fächer möglicherweise angeboten und auch anrechenbar für den jeweiligen Studiengang sind. Die Sprache der Kurse konnte man ebenfalls variieren, wobei ich lediglich deutschsprachige Kurse besuchte. Der Unterricht wurde sehr einfach gehalten, ebenso wie die Art der Unterrichtung. Die behandelten Themen waren ebenfalls vom Anspruchsgrad nicht sehr hoch. Es wurde von der Universität aus eine Kurzreise gemeinsam mit anderen Auslandsstudierenden angeboten. Die Mensa bzw. Kantine habe ich dort nicht besucht, weshalb ich keine weiteren Angaben hierzu geben kann. Bei Fragen wurde mir beim International Office, beispielsweise bezüglich der Suche des Koordinators, weitergeholfen.

Unterkunft


Nachdem ich in Rumänien angekommen war, verbrachte ich die ersten zwei Nächte in einem Hotel. Daraufhin wechselte ich zu einem kostengünstigeren Hotel und versuchte über verschiedene Websiten eine Wohnung oder eine Wohnungsgemeinschaft ausfindig zu machen. Nachdem dies länger dauerte, wechselte ich von dem zweiten Hotel in ein sehr günstiges Hostel, indem ich auch Bekanntschaften mit Leuten aus verschiedenen Kulturen schloss. Während meines Aufenthalts im Hostel beschloss ich mich zunächst im Wohnheim der Universität einzuschreiben, da die Suche auf eigene Faust nach einer Wohnung viel Zeit in Anspruch nahm. Die Miete für ein Zimmer im Studentenwohnheim betrug pro Monat 40€. Es gab ein Zimmer mit jeweils drei Betten und drei Schreibtischen, sowie ein kleines Bad mit Dusche und Toilette. Während meines Aufenthalts im Wohnheim beauftragte ich eine Makleragentur, mir bei der weiteren Wohnungssuche zu helfen. Betreut von einem Makler fand ich eine Wohnung in der Nähe der Universität, die für eine Wohngemeinschaft geeignet war und unterschrieb mit zwei weiteren Auslandsstudenten den Mietvertrag. Die Kaution für die Wohnung lag bei 500€, ebenso hoch war die monatliche Miete für die Unterkunft. Bis zur Universität waren es circa 10-15 Minuten Fußweg. Die Wohnung war bereits komplett möbliert und schön eingerichtet. Durch den kurzen Weg bis zur Universität und auch einige Parks, sowie ein Einkaufszentrum in der Nähe, hatte die Wohnung eine ideale Lage. Für einen Monat bezahlte ich somit das Studentenwohnheim und kündigte daraufhin rechtszeitig, um in die neue Wohnung einziehen zu können.

Weitere Fakten über das Leben im Ausland


Es gab verschiedene Angebote für Studenten, wie beispielsweise eine Ermäßigung für den Besuch im botanischen Garten. Die Ausgaben für den Lebensunterhalt beliefen sich auf circa 150 – 200 € pro Monat. Es gibt zahlreiche kostengünstige und gute Restaurants, sowie Lieferservices. In der Nähe der Universität befindet sich eine Mall, in welcher auch ein großer Supermarkt zu finden ist. Dort kann man alles einkaufen, was man an Nahrung und Getränken braucht. Auch viele kleinere Supermärkte sind in den Straßen verteilt, die teilweise sogar 24h geöffnet haben. Leider wurde ich in Rumänien auch mit einigen unschönen Tatsachen konfrontiert. Innerhalb der ersten Tage wurde das Auto mit dem ich dort ankam, mit Eiern beworfen. Beim Einkauf musste man des Öfteren Acht darauf geben, dass man sein Wechselgeld richtig zurückbekam. In einer Situation wurden hierzu Security-Beamte hinzugerufen, welche die Videoüberwachung überprüften, um sicherzustellen, wie viel Geld ich der Kassiererin gab und welches Wechselgeld sie mir geben musste. An einem anderen Tag wurde ich in einem Park nahe der Universität von einem rumänischen Bürger bedroht, woraufhin ich mich dort nicht mehr willkommen fühlte. Die Infrastruktur der Stadt war generell unproblematisch. Taxifahrten sind dort sehr kostengünstig und so besteht die Möglichkeit per App ein Taxi zu bestellen und zu nahegelegenen Orten oder Stadtteilen zu kommen. Die Taxifahrer waren stets freundlich und hilfsbereit bei Orientierungsproblemen. Es gab keine Verständigungsprobleme, da diese Englischkenntnisse hatten und alles problemlos verstanden haben. Des Weiteren hatte ich eine Vorlesung, die nicht direkt im Universitätsgebäude, sondern nahe dem Zentrum der Stadt gehalten wurde. Man hätte einen Fußweg von circa 25 – 30 Minuten zum Universitätsgebäude zurücklegen müssen. Jedoch bestand auch die Möglichkeit mit Bussen, die alle 5-10 Minuten gefahren sind, zurück zur Universität zu gelangen. Dies war sehr vorteilhaft, wenn man direkt zu einer anderen Vorlesung wieder pünktlich am Gebäude sein musste. Ich empfehle, die Parks in der Nähe der Universität zu besichtigen, den botanischen Garten, sowie einige der zahlreichen Museen.

Ende des Auslandssemesters


Eine Rückzahlung der Kaution fand leider bis heute nicht statt, nach der Schlüsselübergabe wurde vereinbart, dass der noch offene Betrag der Kaution auf ein angegebenes Konto überwiesen wird. Dem kam der Vermieter jedoch nicht nach. Ich verbrachte keine längere Zeit mehr in Rumänien, weshalb ich nicht viel mehr vom Land, außerhalb Cluj-Napoca, gesehen habe. Für mich war es nicht einfach, neue Freunde zu finden, da ich mehrmals das Gefühl vermittelt bekommen habe, nicht sehr erwünscht zu sein. Ich denke im Großen und Ganzen viel es mir dadurch allgemein schwerer mich auf die Kultur einzulassen, wobei ich von dem was ich gesehen habe beeindruckt war und trotz alledem die Stadt und das Leben in Cluj-Napoca kennenlernen durfte.






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