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===== Folgen der Digitalisierung =====
== für die Wirtschaft, Gesellschaft und Rechtsordnung ==

((1)) Vor- und Nachteile der Digitalisierung
Neben vielen, völlig unsinnigen Erscheinungsformen ("iPad-Klassen", die allenfalls Aufmerksamkeitsstörungen fördern und nicht etwa bessere Lernergebnisse in Mathematik oder Deutsch) liegen Vorteile der Digitalisierung an sich auf der Hand:
- günstigere und standortunabhängige Verfügbarkeit von Informationen dank leichterer Vervielfältigung und Vernetzung,
- schnellere Erledigung von automatisierbaren Aufgaben,
- Senkung des Platzbedarfs,
- unter gewissen Prämissen auch gesteigerte Robustheit (Manuskript vs. Scan),
- und vieles mehr!

Gibt es überhaupt Nachteile?
- die gesundheitlichen und kognitiven Folgen für Menschen sind noch nicht absehbar - werden erst nur vereinzelt diskutiert,
- Zunahme der Menge an Elektroschrott,
- hoher Stromverbrauch (!).


((1)) Empirische Erfassung des Wandels
Das Tempo der Veränderungen nimmt stets zu. Folgende Eckdaten können hier in etwa genannt werden ([[https://de.wikipedia.org/wiki/Digitalisierung#Grundlagen Quelle]]):
- während die verfügbaren Informationen noch in den 1980er Jahren ganz überwiegend in analoger Form vorlagen (1993 - 3 %),
- waren im Jahre 2002 schätzungsweise bereits über 50 % digital gespeichert;
- 2007 waren bereits 94 Prozent der weltweiten technologischen Informationskapazität digital.


((1)) Der Wandel der vergangenen Jahrzehnte
Die Beeinflussung der Gesellschaft und Wirtschaft in den letzten Jahrzehnten fand in verschiedenen Etappen statt:

((2)) Optimierung von Rechenaufgaben - steigende Rechenleistung
Am Anfang stand die Möglichkeit im Vordergrund, mathematische und ähnliche Berechnungen deutlich schneller vorzunehmen (Kalkulation, Auswertung großer Zahlenmengen etc.).
Die rasante Entwicklung der Digitaltechnik wurde insbesondere dadurch ermöglicht, dass lange Zeit das sog. [[https://de.wikipedia.org/wiki/Mooresches_Gesetz mooresche Gesetz]] Geltung hatte, nach dem die für digitale Technik maßgeblichen Schaltkreise in kurzen Zeitabständen ihre Leistungsfähigkeit verdoppelten. Auch wenn das Gesetz in letzter Zeit etwas relativiert werden müsste, ist das Entwicklungstempo bis heute unbestritten hoch und führte dazu, dass die Rechenleistung der verfügbaren Technik bis heute stets zugenommen hat.

((2)) Vernetzung und dadurch rein maschinelle Interaktion
Die Rechenleistung allein wäre für die Digitalisierung als Treiber der Wirtschaftstransformation wohl nicht ausreichend. Erst die Vernetzung der digitalen Geräte hat zu einer enormen Veränderung der Welt geführt.
Im Zentrum steht heute selbstverständlich das Internet mit allen seinen Erscheinungsformen.

((2)) Plattformen, Ökosysteme
Für die Veränderung der Wirtschaft, die mit rein digitalen Welten neue Wertschöpfungsketten und Märkte entstehen lassen, werden sogenannte Plattformen als entscheidend genannt. Nicht nur App-Stores oder Spieleindustrie, sondern auch ursprünglich analoge Dienstleistungen sind davon betroffen (Taxi vs. Uber, Hotel vs. Airbnb).
Mit den entsprechenden Plattformen entsteht ein digitaler Markt, mit dem Angebot und Nachfrage deutlich effizienter verbunden werden, als dies in der analogen Welt möglich wäre. Auktion- und Handelsplattformen, Vermittlungen etc. gewinnen eine höhere Bedeutung und Marktmacht, als diejenigen, die Leistungen und Güter in Wirklichkeit anbieten. Dieses Phänomen war bereits vor über 20 Jahren mit dem Markt für Informationsportale und Suchmaschinen zu beobachten: während die damaligen Platzhirsche (Alta Vista, Yahoo) versucht haben, durch ein reichhaltiges Angebot an Inhalten Benutzer zu gewinnen, bot Google lediglich einen effizienteren Algorithmus für die Suche der Informationen und hat primär die Rolle eines reinen Vermittlers übernommen. Welche Suchmaschinen heutzutage genutzt werden, ist wohl bekannt. >>vgl. dazu [[https://digitaleweltmagazin.de/kolumnen/eine-kurze-geschichte-der-digitalisierung/ die kurze Darstellung hier]]>>

((2)) Ergebnis
Das Ergebnis der Entwicklung ist nun eine Welt, die in vielen Bereichen - der Notwendigkeit, physische Güter zu produzieren und zu handeln, zum Trotz - durch digitale Geschäftsideen geprägt ist. Die größten Unternehmen der Welt sind häufig mit Digitalgeschäft untrennbar verbunden. Amazon, Google, Facebook u. a. agieren zunächst in der digitalen Welt - lediglich in den Bereichen, in denen sich das Vordringen in die "analogen" Bereiche lohnt, wird dies dann auch also Folgeschritt unternommen (Beispiel: Amazon und Logistik als Wettbewerber traditioneller Versandunternehmen).
In dieser von Digitalisierung geprägten Welt gilt es, die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, politischen und rechtlichen Dimensionen im Auge zu behalten.

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