Fall: Fünf Jahre unter Druck



((1)) Sachverhalt
Knüppel (K) möchte das wertvolle Gemälde des italienischen Künstlers Buonarotti kaufen, das sich im Besitz des Weich (W) befindet. Da W sich weigert, das Gemälde zu verkaufen, besucht K den W eines Tages und verwüstet dessen Wohnung mit einem Baseball-Schläger. Anschließend kündigt er dem W wöchentliche Besuche an, sofern W den von K vorbereiteten Vertrag nicht unterzeichnet.

Der eingeschüchterte W unterschreibt, K nimmt sich das Gemälde und geht.

Es vergehen 5 Jahre, in denen W immer wieder nachfragt, wann er das Gemälde zurück bekommen wird. K antwortet darauf nie und erinnert lediglich an die demolierte Wohnung. Deshalb traut sich W auch nicht, etwas gegen K zu unternehmen. Schließlich bittet er seinen juristisch gebildeten Cousin Dickschädel (D), der ein Fitnessstudio betreibt, um Hilfe.

D geht zu K und verlangt das Bild im Namen des W zurück. K zeigt D den von W unterzeichneten Vertrag und behauptet darüber hinaus, dass es für W in jedem Fall zu spät sei, das Bild zurück zu verlangen, weil die Angelegenheit zu alt sei.

((1)) Frage
Kann W von K Herausgabe des Bildes verlangen?


((1)) Lösungshinweise
Anspruchsgrundlage: Unknown action ""du"", eventuell Unknown action ""du"" (weil auch die Übereignung mit Fehler behaftet - möglich wäre auch diesbezüglich eine Anfechtung, Fehleridentität).

Bei Einhaltung der richtigen Reihenfolge der Fallprüfung stellt sich die Fristenfrage bereits bei der Anfechtung (Unknown action ""du"", Unknown action ""du"").

Aus Sicht der Verjährung könnte sich die Frage stellen, ob Unknown action ""du"" verjährt ist - dieser ist aber erst mit Anfechtungserklärung entstanden, damit beginnt erst hier die Verjährungsfrist.

Die Anfechtungsmöglichkeit (als Gestaltungsrecht) verjährt nicht!


CategoryWIPR1Faelle

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