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aktuelles Dokument: WIPR1VerpflichtungVerfuegung
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Änderungsverlauf für WIPR1VerpflichtungVerfuegung


Version [81291]

Zuletzt bearbeitet am 2017-07-10 18:40:15 durch thaopham
neuer Text:
Das deutsche Zivilrecht geht allerdings noch weiter bei der Unterscheidung zwischen Verpflichtung und Verfügung: auch das Schicksal beider Geschäfte ist separat zu betrachten, so dass ihre Wirksamkeit ebenfalls separat zu betrachten ist. Ist die Verpflichtung nicht wirksam, hat dies grundsätzlich keinerlei Folgen für die Verfügung! Dies ist das sog. [[Abstraktionsprinzip]], das im Gegensatz zum Kausalitätsprinzip in vielen anderen Rechtsordnungen (z. B. in Polen) dem BGB zugrunde liegt.
gelöschter Text:
Das deutsche Zivilrecht geht allerdings noch weiter bei der Unterscheidung zwischen Verpflichtung und Verfügung: auch das Schicksal beider Geschäfte ist separat zu betrachten, so dass ihre Wirksamkeit ebenfalls separat zu betrachten ist. Ist die Verpflichtung nicht wirksam, hat dies grundsätzlich keinerlei Folgen für die Verfügung! Dies ist das sog. [[**Abstraktionsprinzip**]], das im Gegensatz zum Kausalitätsprinzip in vielen anderen Rechtsordnungen (z. B. in Polen) dem BGB zugrunde liegt.


Version [81289]

Bearbeitet am 2017-07-10 18:40:03 durch thaopham
neuer Text:
Das deutsche Zivilrecht geht allerdings noch weiter bei der Unterscheidung zwischen Verpflichtung und Verfügung: auch das Schicksal beider Geschäfte ist separat zu betrachten, so dass ihre Wirksamkeit ebenfalls separat zu betrachten ist. Ist die Verpflichtung nicht wirksam, hat dies grundsätzlich keinerlei Folgen für die Verfügung! Dies ist das sog. [[**Abstraktionsprinzip**]], das im Gegensatz zum Kausalitätsprinzip in vielen anderen Rechtsordnungen (z. B. in Polen) dem BGB zugrunde liegt.
gelöschter Text:
Das deutsche Zivilrecht geht allerdings noch weiter bei der Unterscheidung zwischen Verpflichtung und Verfügung: auch das Schicksal beider Geschäfte ist separat zu betrachten, so dass ihre Wirksamkeit ebenfalls separat zu betrachten ist. Ist die Verpflichtung nicht wirksam, hat dies grundsätzlich keinerlei Folgen für die Verfügung! Dies ist das sog. **Abstraktionsprinzip**, das im Gegensatz zum Kausalitätsprinzip in vielen anderen Rechtsordnungen (z. B. in Polen) dem BGB zugrunde liegt.


Version [62267]

Bearbeitet am 2015-11-23 18:03:59 durch WojciechLisiewicz
neuer Text:
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gelöschter Text:
{{image url="abstraktionsprinzip.png"}}


Version [12453]

Bearbeitet am 2011-11-03 23:26:04 durch WojciechLisiewicz
neuer Text:
Zu den Folgen dieses Prinzips im konkreten Fall vgl. Frage 2 zu [[FallKaufDurchMinderjaehrigen Fall über den Kauf durch einen Minderjährigen]] sowie [[FallKinderGeschaefte Fall über die geliehene Lokomotive]].
gelöschter Text:
Zu Folgen dieses Prinzips im konkreten Fall vgl. Frage 2 zu [[FallKaufDurchMinderjaehrigen Fall über den Kauf durch einen Minderjährigen]] sowie [[FallKinderGeschaefte Fall über die geliehene Lokomotive]].


Version [12443]

Bearbeitet am 2011-11-03 14:07:27 durch WojciechLisiewicz
neuer Text:
Welche Rechtsgeschäfte genau sich auf der Verpflichtungs- und auf der Verfügungsebene abspielen, zeigt folgende Übersicht:
gelöschter Text:
Dazu folgende Übersicht:


Version [12442]

Bearbeitet am 2011-11-03 14:01:49 durch WojciechLisiewicz
neuer Text:
Im deutschen Zivilrecht wird strikt zwischen einer Verpflichtung und einer Verfügung unterschieden. Ein Verpflichtungsgeschäft begründet eine rechtliche Pflicht auf der einen und ein Recht (Anspruch) auf der anderen Seite. (//Beispiel: beim Werkvertrag verpflichtet sich der Unternehmer, ein Bauwerk zu erstellen//). Ein Verfügungsgeschäft ändert hingegen die Rechtslage im Hinblick auf die bestehenden Rechte (//Beispiel: eine Geldforderung wird an eine Bank abgetreten und steht nicht mehr dem früheren Gläubiger zu//). Häufig erfolgt eine Verfügung aus wirtschaftlicher Sicht gerade deshalb, weil eine vorhergehende Verpflichtung eine Pflicht zur Verfügung begründet hat - dennoch handelt es sich bei der Verfügung um einen komplett separaten, von der Verpflichtung zu unterscheidenden, rechtlichen Vorgang.
Eine Verpflichtung (z. B. zur Übergabe und Übereignung, {{du przepis="§ 433 Abs. 1 BGB"}}) und Verfügung (z. B. die infolge des Kaufvertrages erfolgte Übereignung nach {{du przepis="§ 929 BGB"}}) bilden in der Regel eine wirtschaftliche Einheit. Die Rechtsordnung kann diese wirtschaftliche Einheit entweder einheitlich behandeln (Rechtsgeschäfte mit Doppelwirkung), sie kann jedoch auch - wie im deutschen Recht - unterschiedliche Regeln für beide logischen Vorgänge vorsehen und sie demzufolge rechtlich trennen. Im deutschen Zivilrecht wird die wirtschaftliche Einheit aus rechtlicher Sicht stets in zwei getrennte Vorgänge aufgeteilt. Im deutschen Recht gilt somit das sog. **Trennungsprinzip** (im Gegensatz zum Einheitsprinzip).
Das deutsche Zivilrecht geht allerdings noch weiter bei der Unterscheidung zwischen Verpflichtung und Verfügung: auch das Schicksal beider Geschäfte ist separat zu betrachten, so dass ihre Wirksamkeit ebenfalls separat zu betrachten ist. Ist die Verpflichtung nicht wirksam, hat dies grundsätzlich keinerlei Folgen für die Verfügung! Dies ist das sog. **Abstraktionsprinzip**, das im Gegensatz zum Kausalitätsprinzip in vielen anderen Rechtsordnungen (z. B. in Polen) dem BGB zugrunde liegt.
gelöschter Text:
Ein Verpflichtungsgeschäft begründet eine rechtliche Pflicht auf der einen und ein Recht (Anspruch) auf der anderen Seite (Werkvertrag, bei dem sich der Unternehmer verpflichtet, ein Bauwerk zu erstellen). Ein Verfügungsgeschäft ändert die Rechtslage im Hinblick auf die bestehenden Rechte (eine Geldforderung wird an eine Bank abgetreten). Häufig erfolgt eine Verfügung aus wirtschaftlicher Sicht gerade deshalb, weil eine vorhergehende Verpflichtung eine Pflicht zur Verfügung begründet hat.
Eine Verpflichtung (z. B. zur Übergabe und Übereignung, {{du przepis="§ 433 Abs. 1 BGB"}}) und Verfügung (z. B. die infolge des Kaufvertrages erfolgte Übereignung nach {{du przepis="§ 929 BGB"}}) bilden in der Regel eine wirtschaftliche Einheit. Die Rechtsordnung kann diese wirtschaftliche Einheit ebenso einheitlich behandeln (Rechtsgeschäfte mit Doppelwirkung), sie kann sie jedoch auch - wie im deutschen Recht - unterschiedliche Regeln für beide logischen Vorgänge vorsehen und sie demzufolge rechtlich trennen.
Im deutschen Zivilrecht wird wird eine strikte Trennung zwischen dem Verpflichtungsgeschäft und dem Verfügungsgeschäft vorgenommen, so dass die wirtschaftliche Einheit aus rechtlicher stets in zwei getrennte Vorgänge aufzuteilen ist. Im deutschen Recht gilt somit das **Trennungsprinzip** (im Gegensatz zum insbesondere in Polen geltenden Einheitsprinzip).
Das deutsche Zivilrecht geht allerdings noch weiter bei der Unterscheidung zwischen Verpflichtung und Verfügung: auch das Schicksal beider Geschäfte ist separat zu betrachten, so dass ihre Wirksamkeit ebenfalls separat zu betrachten ist - ist die Verpflichtung nicht wirksam, hat dies grundsätzlich keinerlei Folgen für die Verfügung! Dies ist das **Abstraktionsprinzip**, das im Gegensatz zum Kausalitätsprinzip in vielen anderen Rechtsordnungen dem BGB zugrunde liegt.


Version [8761]

Bearbeitet am 2010-11-19 21:20:50 durch MarcinKrzymuski
neuer Text:
Eine Verpflichtung (z. B. zur Übergabe und Übereignung, {{du przepis="§ 433 Abs. 1 BGB"}}) und Verfügung (z. B. die infolge des Kaufvertrages erfolgte Übereignung nach {{du przepis="§ 929 BGB"}}) bilden in der Regel eine wirtschaftliche Einheit. Die Rechtsordnung kann diese wirtschaftliche Einheit ebenso einheitlich behandeln (Rechtsgeschäfte mit Doppelwirkung), sie kann sie jedoch auch - wie im deutschen Recht - unterschiedliche Regeln für beide logischen Vorgänge vorsehen und sie demzufolge rechtlich trennen.
Im deutschen Zivilrecht wird wird eine strikte Trennung zwischen dem Verpflichtungsgeschäft und dem Verfügungsgeschäft vorgenommen, so dass die wirtschaftliche Einheit aus rechtlicher stets in zwei getrennte Vorgänge aufzuteilen ist. Im deutschen Recht gilt somit das **Trennungsprinzip** (im Gegensatz zum insbesondere in Polen geltenden Einheitsprinzip).
gelöschter Text:
Eine Verpflichtung (z. B. zur Übergabe und Übereignung, {{du przepis="§ 433 Abs. 1 BGB"}}) und Verfügung (z. B. die infolge des Kaufvertrages erfolgte Übereignung nach {{du przepis="§ 929 BGB"}}) bilden in der Regel eine wirtschaftliche Einheit. Die Rechtsordnung kann diese wirtschaftliche Einheit ebenso einheitlich behandeln, sie kann sie jedoch auch - wie im deutschen Recht - unterschiedliche Regeln für beide logischen Vorgänge vorsehen und sie demzufolge rechtlich trennen.
Im deutschen Zivilrecht wird wird eine strikte Trennung zwischen dem Verpflichtungsgeschäft und dem Verfügungsgeschäft vorgenommen, so dass die wirtschaftliche Einheit aus rechtlicher stets in zwei getrennte Vorgänge aufzuteilen ist. Im deutschen Recht gilt somit das **Trennungsprinzip** (im Gegensatz zum potentiell denkbaren Einheitsprinzip).


Version [8748]

Bearbeitet am 2010-11-18 10:01:23 durch WojciechLisiewicz
gelöschter Text:
{{files}}


Version [8747]

Bearbeitet am 2010-11-18 10:00:56 durch WojciechLisiewicz
neuer Text:
Dazu folgende Übersicht:
{{image url="abstraktionsprinzip.png"}}
{{files}}


Version [2853]

Bearbeitet am 2009-10-19 16:02:59 durch WojciechLisiewicz
neuer Text:
==== WIPR I - Verpflichtung und Verfügung ====
== Trennungsprinzip, Abstraktionsprinzip und ihre praktische Bedeutung ==
gelöschter Text:
==== Verpflichtung und Verfügung ====


Version [2847]

Bearbeitet am 2009-10-19 14:20:17 durch WojciechLisiewicz
neuer Text:
Zu Folgen dieses Prinzips im konkreten Fall vgl. Frage 2 zu [[FallKaufDurchMinderjaehrigen Fall über den Kauf durch einen Minderjährigen]] sowie [[FallKinderGeschaefte Fall über die geliehene Lokomotive]].
gelöschter Text:
Zu Folgen dieses Prinzips im konkreten Fall vgl. Frage 2 zu [[FallKaufDurchMinderjaehrigen Fall über den Kauf durch einen Minderjährigen]] sowie [[FallGelieheneUhr Fall über die geliehene Uhr]].


Version [2845]

Bearbeitet am 2009-10-19 14:09:42 durch WojciechLisiewicz
neuer Text:
Zu Folgen dieses Prinzips im konkreten Fall vgl. Frage 2 zu [[FallKaufDurchMinderjaehrigen Fall über den Kauf durch einen Minderjährigen]] sowie [[FallGelieheneUhr Fall über die geliehene Uhr]].
gelöschter Text:
Zu Folgen dieses Prinzips im konkreten Fall vgl. Frage 2 zu [[FallKaufDurchMinderjaehrigen Fall über den Kauf durch einen Minderjährigen]] sowie [[FallKinderMachenGeschaefte]].


Version [2844]

Bearbeitet am 2009-10-19 14:08:42 durch WojciechLisiewicz
neuer Text:
Zu Folgen dieses Prinzips im konkreten Fall vgl. Frage 2 zu [[FallKaufDurchMinderjaehrigen Fall über den Kauf durch einen Minderjährigen]] sowie [[FallKinderMachenGeschaefte]].
gelöschter Text:
Zu Folgen dieses Prinzips im konkreten Fall vgl. Frage 2 zu [[[[FallKaufDurchMinderjaehrigen Fall über den Kauf durch einen Minderjährigen]]]] sowie [[FallKinderMachenGeschaefte]].


Version [2843]

Die älteste bekannte Version der Seite wurde am 2009-10-19 14:08:30 durch WojciechLisiewicz erstellt.
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