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Änderungsverlauf für WIPR1Zurechnung


Version [86793]

Zuletzt bearbeitet am 2018-01-10 21:14:15 durch WojciechLisiewicz
neuer Text:
Bei der Frage nach der Anscheinsvollmacht erscheint auf den ersten Blick als möglich, dass die Anscheinsvollmacht auch dann in Betracht kommt, wenn der Vertreter eine Vollmacht besitzt, sie aber - für den Vertragspartner nicht erennbar - überschreitet. Dieser Punkt wird in der Literatur und Rechtsprechung nicht häufig diskutiert. Die Koexistenz einer rechtsgeschäftlich (wirklich) erteilten Vollmacht und eines auf tatsächlichem Verhalten beruhenden Rechtsscheins einer Vollmacht wird aber insofern ausgeschlossen, als die Rechtsscheinhaftung nicht weiter gehen dürfe, als es die rechtsgeschäftlich erteilte Vollmacht tue (*) >>(*) Ellenberger in: Palandt-BGB, § 172 Rn. 16.>>. Demzufolge ist die Prüfung einer Anscheinsvollmacht als Lösung für den Fall der Überschreitung einer tatsächlich erteilten Vollmacht nicht möglich. Ferner wird angeführt, dass die Anscheinsvollmacht bei Vollmachtsüberschreitung deshalb nicht in Betracht kommt, weil die Anscheinsvollmacht das Fehlen der Vollmacht voraussetzt. Dies überzeugt insofern, als Anscheinsvollmacht im Wege der Analogie konstruiert wird. Diese setzt aber eine Regelungslücke voraus, die im Falle einer bestehenden Vollmacht nicht existiert.
gelöschter Text:
Bei der Frage nach der Anscheinsvollmacht erscheint auf den ersten Blick als möglich, dass die Anscheinsvollmacht auch dann in Betracht kommt, wenn der Vertreter eine Vollmacht besitzt, sie aber - für den Vertragspartner nicht erennbar - überschreitet. Dieser Punkt wird in der Literatur und Rechtsprechung nicht häufig diskutiert. Die Koexistenz einer rechtsgeschäftlich (wirklich) erteilten Vollmacht und eines auf tatsächlichem Verhalten beruhenden Rechtsscheins einer Vollmacht wird aber insofern ausgeschlossen, als die Rechtsscheinhaftung nicht weiter gehen dürfe, als es die rechtsgeschäftlich erteilte Vollmacht tue (*) >>(*) Ellenberger in: Palandt-BGB, § 172 Rn. 16.>>. Demzufolge ist die Prüfung einer Anscheinsvollmacht als Lösung für den Fall der Überschreitung einer tatsächlich erteilten Vollmacht nicht möglich. Ferner wird angeführt, dass die Anscheinshaftung bei Vollmachtsüberschreitung deshalb nicht in Betracht kommt, weil die Anscheinshaftung das Fehlen der Vollmacht voraussetzt.


Version [86792]

Bearbeitet am 2018-01-10 21:11:42 durch WojciechLisiewicz
neuer Text:
Bei der Frage nach der Anscheinsvollmacht erscheint auf den ersten Blick als möglich, dass die Anscheinsvollmacht auch dann in Betracht kommt, wenn der Vertreter eine Vollmacht besitzt, sie aber - für den Vertragspartner nicht erennbar - überschreitet. Dieser Punkt wird in der Literatur und Rechtsprechung nicht häufig diskutiert. Die Koexistenz einer rechtsgeschäftlich (wirklich) erteilten Vollmacht und eines auf tatsächlichem Verhalten beruhenden Rechtsscheins einer Vollmacht wird aber insofern ausgeschlossen, als die Rechtsscheinhaftung nicht weiter gehen dürfe, als es die rechtsgeschäftlich erteilte Vollmacht tue (*) >>(*) Ellenberger in: Palandt-BGB, § 172 Rn. 16.>>. Demzufolge ist die Prüfung einer Anscheinsvollmacht als Lösung für den Fall der Überschreitung einer tatsächlich erteilten Vollmacht nicht möglich. Ferner wird angeführt, dass die Anscheinshaftung bei Vollmachtsüberschreitung deshalb nicht in Betracht kommt, weil die Anscheinshaftung das Fehlen der Vollmacht voraussetzt.
gelöschter Text:
Bei der Frage nach der Anscheinsvollmacht erscheint auf den ersten Blick auch möglich, dass die Anscheinsvollmacht auch dann in Betracht kommt, wenn der Vertreter eine Vollmacht besitzt, sie aber - für den Vertragspartner nicht erennbar - überschreitet. Dieser Punkt wird in der Literatur und Rechtsprechung nicht häufig diskutiert. Die Koexistenz einer rechtsgeschäftlich (wirklich) erteilten Vollmacht und einem auf tatsächlichem Verhalten beruhenden Rechtsschein einer Vollmacht wird aber ausgeschlossen (*) >>(*) Ellenberger in: Palandt-BGB, § 172 Rn. 16.>>. Demzufolge ist die Prüfung einer Anscheinsvollmacht als Lösung für den Fall der Überschreitung einer tatsächlich erteilten Vollmacht nicht möglich.


Version [86791]

Bearbeitet am 2018-01-10 21:00:12 durch WojciechLisiewicz
neuer Text:
((1)) Vertretungsmacht / Vollmacht
((2)) Rechtliche Bedeutung der Vertretungsmacht
Als Voraussetzungen der Zurechnung einer Willenserklärung des Vertreters nennt {{du przepis="§ 164 Abs. 1 BGB"}} unter anderem das Handeln im Rahmen der Vertretungsmacht. Diese Voraussetzung hat jedoch wegen {{du przepis="§ 177 Abs. 1 BGB"}} eine andere Bedeutung, als eine Voraussetzung der Zurechnung. Wegen der letztgenannten Vorschrift ist festzustellen, dass die Frage der Vertretungsmacht (ist sie gegeben oder nicht?) entscheidend ist für die Feststellung, ob das Rechtsgeschäft für den Vertretenen wirkt oder nicht, also eine Frage der Wirksamkeit ist.
Die in {{du przepis="§ 164 Abs. 1 BGB"}} genannten Voraussetzungen haben somit unterschiedliche rechtliche Bedeutung: während das Handeln im Namen eines anderen eine Voraussetzung der Zurechnung überhaupt ist, ist die Vertretungsmacht problematischer - wenn sie fehlt, handelt es sich nicht etwa um ein Rechtsgeschäft des Vertreters allein, das den Vertreter berechtigt und verpflichtet. {{du przepis="§ 177 BGB"}} sieht hierfür andere Rechtsfolgen vor:
- zum einen kann das Geschäft durch den Vertretenen noch genehmigt werden,
- zum anderen macht sich der Vertreter schadensersatzpflichtig.
Eine direkte Bindung des Vertreters an das Geschäft bei Mängeln der Vertretungsmacht, kommt also vom Grundsatz her nicht in Betracht. Eine andere Frage ist, inwiefern der Vertragspartner des Vertreters ohne Vertretungsmacht gem. {{du przepis="§ 179 Abs. 1 BGB"}} Erfüllung des abgeschlossenen Vertrages verlangen kann.
Demzufolge ist die Frage des Handelns im fremden Namen bei Vertragsschluss (Abgabe der Willenserklärung bzw. Zugang bei passiver Vertretung) zu prüfen. Die Frage der Vertretungsmacht ist hingegen als Problem der Wirksamkeit des Rechtsgeschäfts bzw. des Vertrages zu behandeln.
//Fallbeispiel:// [[FallAuftragAnDesigner Auftrag an den Wohnraumdesigner]].
((2)) Rechtsfolgen bei Mängeln der Vertretungsmacht
Vgl. dazu das //Fallbeispiel// [[FallAngestellterKauftEin Einkäufe eines Angestellten]].
((2)) Duldungs- und Anscheinsvollmacht
Unter bestimmten Voraussetzungen wird auch bei Fehlen einer faktisch erteilten Vollmacht zugunsten des Vertragspartners die Vertretungsmacht des Vertreters angenommen, wenn die Grundsätze der sog. Duldungsvollmacht oder Anscheinsvollmacht greifen.
Mehr dazu im hier dargestellten [[http://kt-texte.de/taris/?path=0&subsumsession=0&root=2730 Prüfungsaufbau]].
Bei der Frage nach der Anscheinsvollmacht erscheint auf den ersten Blick auch möglich, dass die Anscheinsvollmacht auch dann in Betracht kommt, wenn der Vertreter eine Vollmacht besitzt, sie aber - für den Vertragspartner nicht erennbar - überschreitet. Dieser Punkt wird in der Literatur und Rechtsprechung nicht häufig diskutiert. Die Koexistenz einer rechtsgeschäftlich (wirklich) erteilten Vollmacht und einem auf tatsächlichem Verhalten beruhenden Rechtsschein einer Vollmacht wird aber ausgeschlossen (*) >>(*) Ellenberger in: Palandt-BGB, § 172 Rn. 16.>>. Demzufolge ist die Prüfung einer Anscheinsvollmacht als Lösung für den Fall der Überschreitung einer tatsächlich erteilten Vollmacht nicht möglich.
gelöschter Text:
((1)) Rechtliche Bedeutung der Vertretungsmacht
Als Voraussetzungen der Zurechnung einer Willenserklärung des Vertreters nennt {{du przepis="§ 164 Abs. 1 BGB"}} unter anderem das Handeln im Rahmen der Vertretungsmacht. Diese Voraussetzung hat jedoch wegen {{du przepis="§ 177 Abs. 1 BGB"}} eine andere Bedeutung, als eine Voraussetzung der Zurechnung. Wegen der letztgenannten Vorschrift ist festzustellen, dass die Frage der Vertretungsmacht (ist sie gegeben oder nicht?) entscheidend ist für die Feststellung, ob das Rechtsgeschäft für den Vertretenen wirkt oder nicht, also eine Frage der Wirksamkeit ist.
Die in {{du przepis="§ 164 Abs. 1 BGB"}} genannten Voraussetzungen haben somit unterschiedliche rechtliche Bedeutung: während das Handeln im Namen eines anderen eine Voraussetzung der Zurechnung überhaupt ist, ist die Vertretungsmacht problematischer - wenn sie fehlt, handelt es sich nicht etwa um ein Rechtsgeschäft des Vertreters allein, das den Vertreter berechtigt und verpflichtet. {{du przepis="§ 177 BGB"}} sieht hierfür andere Rechtsfolgen vor:
- zum einen kann das Geschäft durch den Vertretenen noch genehmigt werden,
- zum anderen macht sich der Vertreter schadensersatzpflichtig.
Eine direkte Bindung des Vertreters an das Geschäft bei Mängeln der Vertretungsmacht, kommt also vom Grundsatz her nicht in Betracht. Eine andere Frage ist, inwiefern der Vertragspartner des Vertreters ohne Vertretungsmacht gem. {{du przepis="§ 179 Abs. 1 BGB"}} Erfüllung des abgeschlossenen Vertrages verlangen kann.
Demzufolge ist die Frage des Handelns im fremden Namen bei Vertragsschluss (Abgabe der Willenserklärung bzw. Zugang bei passiver Vertretung) zu prüfen. Die Frage der Vertretungsmacht ist hingegen als Problem der Wirksamkeit des Rechtsgeschäfts bzw. des Vertrages zu behandeln.
//Fallbeispiel:// [[FallAuftragAnDesigner Auftrag an den Wohnraumdesigner]].
((1)) Rechtsfolgen bei Mängeln der Vertretungsmacht
Vgl. dazu das //Fallbeispiel// [[FallAngestellterKauftEin Einkäufe eines Angestellten]].


Version [29627]

Bearbeitet am 2013-06-03 14:43:25 durch AnnegretMordhorst
neuer Text:
Wird eine (schriftliche) Willenserklärung einem Empfangsboten des Adressaten ausgehändigt, so ist die Voraussetzung für den Zugang beim Adressaten geschaffen. Allerdings ist der Zeitpunkt des Zugangs nicht immer mit dem Empfang durch den Boten identisch - die Möglichkeit der tatsächlichen Kenntnisnahme durch den Adressaten ist entscheidend! Handelt im vergleichbaren Fall ein Empfangsvertreter, so kommt es auf dessen Möglichkeit der Kenntnisnahme, weshalb der Zugang in vielen Fällen früher anzunehmen ist, an.
gelöschter Text:
Wird eine (schriftliche) Willenserklärung einem Empfangsboten des Adressaten ausgehändigt, so ist die Voraussetzung für den Zugang beim Adressaten geschaffen. Allerdings ist der Zeitpunkt des Zugangs nicht immer mit dem Empfang durch den Boten identisch - die Möglichkeit der tatsächlichen Kenntnisnahme durch den Adressaten ist entscheidend! Handelt im vergleichbaren Fall ein Empfangsvertreter, so kommt es auf dessen Möglichkeit der Kenntnisnahme, weshalb der Zugang in vielen Fällen früher anzunehmen ist.


Version [13455]

Bearbeitet am 2012-01-09 09:04:37 durch AnnegretMordhorst
neuer Text:
Da der Bote keine eigene Willenserklärung abgibt, spielt seine Geschäftsfähigkeit keine Rolle. Er kann auch gänzlich geschäftsunfähig sein (vgl. zum Vertreter {{du przepis="§ 165 BGB"}}).
gelöschter Text:
Da er Bote keine eigene Willenserklärung abgibt, spielt seine Geschäftsfähigkeit keine Rolle. Er kann auch gänzlich geschäftsunfähig sein (vgl. zum Vertreter {{du przepis="§ 165 BGB"}}).


Version [13449]

Bearbeitet am 2012-01-08 21:43:01 durch WojciechLisiewicz [Link auf Fallbeispiel]
neuer Text:
Vgl. zur Abgrenzung beider Rechtsinstitute das Fallbeispiel [[FallWeisungenAnVertreter Weisungen an Vertreter zum Grundstückskauf]].


Version [13447]

Bearbeitet am 2012-01-08 20:56:51 durch WojciechLisiewicz [Link auf Fallbeispiel]
neuer Text:
== Vertreter, Bote und Organ einer juristischen Person im Zivilrechtsverkehr ==
gelöschter Text:
== Vertreter, Bote und Organ einer juristischen Person im zivilrechtlichen Verkehr ==


Version [13445]

Bearbeitet am 2012-01-08 00:37:20 durch WojciechLisiewicz [weitere kleine Ergänzungen]
neuer Text:
Die Feststellung, inwiefern im Einzelfall ein Vertreter oder ein Bote handelt, kann mitunter schwierig sein. Wegen der oben erwähnten rechtlicher Relevanz muss sie in vielen Fällen zwingend vorgenommen werden. Nachstehend werden die wichtigsten Abgrenzungsregeln kurz erläutert.


Version [13444]

Bearbeitet am 2012-01-08 00:29:05 durch WojciechLisiewicz [einige Korrekturen und Ergänzungen]
neuer Text:
((1)) Abgrenzung zwischen den Rechtsinstituten des Boten und des Vertreters
Die in {{du przepis="§ 164 Abs. 1 BGB"}} genannten Voraussetzungen haben somit unterschiedliche rechtliche Bedeutung: während das Handeln im Namen eines anderen eine Voraussetzung der Zurechnung überhaupt ist, ist die Vertretungsmacht problematischer - wenn sie fehlt, handelt es sich nicht etwa um ein Rechtsgeschäft des Vertreters allein, das den Vertreter berechtigt und verpflichtet. {{du przepis="§ 177 BGB"}} sieht hierfür andere Rechtsfolgen vor:
- zum einen kann das Geschäft durch den Vertretenen noch genehmigt werden,
- zum anderen macht sich der Vertreter schadensersatzpflichtig.
Eine direkte Bindung des Vertreters an das Geschäft bei Mängeln der Vertretungsmacht, kommt also vom Grundsatz her nicht in Betracht. Eine andere Frage ist, inwiefern der Vertragspartner des Vertreters ohne Vertretungsmacht gem. {{du przepis="§ 179 Abs. 1 BGB"}} Erfüllung des abgeschlossenen Vertrages verlangen kann.
Vgl. dazu das //Fallbeispiel// [[FallAngestellterKauftEin Einkäufe eines Angestellten]].
gelöschter Text:
((1)) Abgrenzung Bote - Vertreter
Die in {{du przepis="§ 164 Abs. 1 BGB"}} genannten Voraussetzungen haben somit unterschiedliche rechtliche Bedeutung: während das Handeln im Namen eines anderen eine Voraussetzung der Zurechnung überhaupt ist, ist die Vertretungsmacht problematischer - wenn sie fehlt, handelt es sich nicht etwa um ein Rechtsgeschäft des Vertreters allein. {{du przepis="§ 177 BGB"}} sieht hierfür andere Rechtsfolgen vor:
- zum einen kann das Geschäft durch den Vertretenen noch genehmigt werden,
- zum anderen macht sich der Vertreter schadensersatzpflichtig.
Eine direkte Bindung des Vertreters an das Geschäft bei Mängeln der Vertretungsmacht, kommt also nicht in Betracht.
Vgl. Fallbeispiel [[FallAngestellterKauftEin Einkäufe eines Angestellten]].


Version [13443]

Bearbeitet am 2012-01-08 00:20:14 durch WojciechLisiewicz [einige Korrekturen und Ergänzungen]
neuer Text:
Ein Bote übermittelt eine Willenserklärung des eigentlich Erklärenden. Bei einer solchen Übermittlung können zahlreiche Rechtsprobleme auftreten. Deshalb kann die Frage, ob und inwiefern ein Bote gehandelt hat, für unterschiedliche Rechtsinstitutionen (und damit für unterschiedliche Stellen im Prüfungsaufbau eines Einzelfalles) relevant sein. Die wichtigsten Anwendungsfälle sind dabei:
Wird eine (schriftliche) Willenserklärung einem Empfangsboten des Adressaten ausgehändigt, so ist die Voraussetzung für den Zugang beim Adressaten geschaffen. Allerdings ist der Zeitpunkt des Zugangs nicht immer mit dem Empfang durch den Boten identisch - die Möglichkeit der tatsächlichen Kenntnisnahme durch den Adressaten ist entscheidend! Handelt im vergleichbaren Fall ein Empfangsvertreter, so kommt es auf dessen Möglichkeit der Kenntnisnahme, weshalb der Zugang in vielen Fällen früher anzunehmen ist.
((3)) Erklärungen unter Abwesenden bei mündlicher Erklärung eines oder gegenüber einem Boten
Da er Bote keine eigene Willenserklärung abgibt, spielt seine Geschäftsfähigkeit keine Rolle. Er kann auch gänzlich geschäftsunfähig sein (vgl. zum Vertreter {{du przepis="§ 165 BGB"}}).
gelöschter Text:
Ein Bote übermittelt eine Willenserklärung des eigentlich Erklärenden. Die dabei auftretenden Probleme sind vielseitig und sind in ihrer Logik ebenso vielschichtig. Demnach kann die Frage ob und inwiefern ein Bote gehandelt hat, für unterschiedliche rechtliche Themen (und damit für unterschiedliche Stellen im Prüfungsaufbau eines einzelnen Falles) von Bedeutung sein. Die wichtigsten Anwendungsfälle sind dabei:
Wird eine (schriftliche) Willenserklärung einem Empfangsboten des Adressaten ausgehändigt, so ist sie dem Adressaten zugegangen. Allerdings ist der Zeitpunkt des Zugangs nicht immer mit dem Empfang durch den Boten identisch.
((3)) Erklärungen unter Abwesenden auch, wenn bei mündlicher Erklärung ein Bote eingeschaltet wird


Version [13442]

Bearbeitet am 2012-01-08 00:08:14 durch WojciechLisiewicz [einige Korrekturen und Ergänzungen]
neuer Text:


Version [13441]

Bearbeitet am 2012-01-08 00:07:59 durch WojciechLisiewicz [einige Korrekturen und Ergänzungen]
neuer Text:
Das (rechtsgeschäftliche) Handeln einer anderen Person kann einem Rechtssubjekt auf verschiedenen Wegen zugerechnet werden. Die für die Praxis wichtigsten Fälle sind die Rechtsinstitute der Vertretung, der Übermittlung (oder des Empfangs) einer Erklärung durch einen Boten sowie das Auftreten eines Organs einer juristischen Person.


Version [13440]

Bearbeitet am 2012-01-08 00:05:41 durch WojciechLisiewicz [einige Korrekturen und Ergänzungen]

keine Unterschiede

Version [13439]

Bearbeitet am 2012-01-07 23:36:56 durch WojciechLisiewicz [Korrektur Link auf Baumstruktur]
neuer Text:
Im Hinblick auf die Voraussetzungen der Zurechnung rechtsgeschäftlichen Handelns eines Vertreters vgl. [[http://kt-texte.de/taris/?path=0&subsumsession=0&root=1011 folgende Struktur]].
gelöschter Text:
Im Hinblick auf die Voraussetzungen der Zurechnung rechtsgeschäftlichen Handelns eines Vertreters vgl. [[http://80.237.160.189/taris/?path=0&subsumsession=0&root=1011 folgende Struktur]].


Version [11839]

Bearbeitet am 2011-09-12 16:22:15 durch AnnegretMordhorst [Korrektur Link auf Baumstruktur]
neuer Text:
Eine direkte Bindung des Vertreters an das Geschäft bei Mängeln der Vertretungsmacht, kommt also nicht in Betracht.
gelöschter Text:
Eine direkte Bindung des Vertreters an das Geschäft bei Mängeln der Vertretungsmacht also nicht in Betracht.


Version [11838]

Bearbeitet am 2011-09-12 16:16:16 durch AnnegretMordhorst [Korrektur Link auf Baumstruktur]
neuer Text:
Demzufolge ist bei einem Boten in der Regel nicht {{du przepis="§ 147 Abs. 1 BGB"}} sondern {{du przepis="§ 147 Abs. 2 BGB"}} anzuwenden.
gelöschter Text:
Demzufolge ist bei einem Boten in der Regeln nicht {{du przepis="§ 147 Abs. 1 BGB"}} sondern {{du przepis="§ 147 Abs. 2 BGB"}} anzuwenden.


Version [4665]

Bearbeitet am 2009-12-07 19:50:30 durch WojciechLisiewicz [Korrektur Link auf Baumstruktur]
neuer Text:
((1)) Mit Vertretung vergleichbare Tatbestände
In manchen Fällen kann die Anwendung der Vorschriften über Vertretung in analoger Weise geboten sein. Demzufolge ist insbesondere die Regelung in Bezug auf Vertreter ohne Vertretungsmacht dann analog anzuwenden, wenn (*): >>(*) Vgl. dazu Medicus, BGB AT Rn. 997. >>
- ein Bote eine Erklärung vermeintlich überbringt, wenn er dazu gar nicht ermächtigt ist (die "Botenmacht" überschreitet),
- eine Person unter fremdem Namen handelt, die dazu nicht befugt ist.


Version [4468]

Bearbeitet am 2009-12-01 16:23:54 durch WojciechLisiewicz [Korrektur Link auf Baumstruktur]
neuer Text:
Vgl. Fallbeispiel [[FallAngestellterKauftEin Einkäufe eines Angestellten]].


Version [4463]

Bearbeitet am 2009-12-01 15:26:08 durch WojciechLisiewicz [Korrektur Link auf Baumstruktur]
neuer Text:
- vom Adressaten der WE ermächtigt wurde
- für ihn bestimmte Willenserklärungen entgegen zu nehmen.
gelöschter Text:
- vom Adressaten der WE ermächtigt wurde
- für ihn bestimmte Willenserklärungen entgegen zu nehmen.


Version [4462]

Bearbeitet am 2009-12-01 15:25:50 durch WojciechLisiewicz [Korrektur Link auf Baumstruktur]
neuer Text:
((2)) Bote
Der Bote übermittelt eine Erklärung einer anderen, eigentlich rechtsgeschäftlich auftretenden Person, vgl. {{du przepis="§ 120 BGB"}}.
((2)) Empfangsbote
Der Empfangsbote ist derjenige, der
- vom Adressaten der WE ermächtigt wurde
- für ihn bestimmte Willenserklärungen entgegen zu nehmen.
Alternativ zur Ermächtigung ist der Empfangsbote auch dann anzunehmen, wenn jemand nach Verkehrsanschauung die Stellung eines Empfangsboten einnimmt.
Der Vertreter gibt eine eigene Willenserklärung ab, so dass sich die Willensbildung im Hinblick auf den konkreten rechtsgeschäftlichen Vorgang direkt bei ihm abspielt. Er hat gewissen Entscheidungsspielraum, der allerdings keine zwingende Voraussetzung ist. Handelt der Dritte nach exakten Weisungen des Geschäftsherrn, kann sich seine Position als Vertreter dennoch aus anderen Umständen ergeben - z. B. daraus, dass er mit eigenem Namen unterzeichnet.
Im Hinblick auf die Voraussetzungen der Zurechnung rechtsgeschäftlichen Handelns eines Vertreters vgl. [[http://80.237.160.189/taris/?path=0&subsumsession=0&root=1011 folgende Struktur]].
gelöschter Text:
((2)) Bote
Der Bote übermittelt eine Erklärung einer anderen, eigentlich rechtsgeschäftlich auftretenden Person, vgl. {{du przepis="§ 120 BGB"}}.
((2)) Empfangsbote
Der Empfangsbote ist derjenige, der
- vom Adressaten der WE ermächtigt wurde
- für ihn bestimmte Willenserklärungen entgegen zu nehmen.
Alternativ zur Ermächtigung ist der Empfangsbote auch dann anzunehmen, wenn jemand nach Verkehrsanschauung die Stellung eines Empfangsboten einnimmt.
((2)) Vertreter


Version [4452]

Bearbeitet am 2009-12-01 13:57:21 durch WojciechLisiewicz [Korrektur Link auf Baumstruktur]
neuer Text:
Ein Vertreter leitet keine fremde Erklärung weiter, sondern gibt eine eigene ab. Daraus folgt eine Reihe von rechtlichen Konsequenzen bzw. werden an den Vertreter einige besondere Anforderungen gestellt:
- ein Vertreter darf beschränkt geschäftsfähig, jedoch nicht geschäftsunfähig sein, {{du przepis="§ 165 BGB"}},
- setzen Formvorschriften persönliches Erscheinen oder eine eigene Unterschrift voraus, ist die eigene Unterschrift / das Erscheinen eines Vertreters ausreichend, nicht jedoch das eines Boten.
Juristische Personen benötigen Organe, um handlungsfähig zu sein. So wird z. B. der eingetragene Verein durch den Vorstand vertreten, {{du przepis="§ 26 Abs. 2 BGB"}}. Auf das Organ finden in der Regel die Vorschriften über die Vertretung Anwendung.
((2)) Bote
Der Bote übermittelt eine Erklärung einer anderen, eigentlich rechtsgeschäftlich auftretenden Person, vgl. {{du przepis="§ 120 BGB"}}.


Version [4282]

Bearbeitet am 2009-11-24 18:00:59 durch WojciechLisiewicz [Korrektur Link auf Baumstruktur]
neuer Text:
((1)) Einzelne Rechtsinstitute der Zurechnung - ein Überblick
((2)) Bote - rechtliche Bedeutung
Ein Bote übermittelt eine Willenserklärung des eigentlich Erklärenden. Die dabei auftretenden Probleme sind vielseitig und sind in ihrer Logik ebenso vielschichtig. Demnach kann die Frage ob und inwiefern ein Bote gehandelt hat, für unterschiedliche rechtliche Themen (und damit für unterschiedliche Stellen im Prüfungsaufbau eines einzelnen Falles) von Bedeutung sein. Die wichtigsten Anwendungsfälle sind dabei:

((3)) Zugang einer Willenserklärung beim Empfangsboten
Wird eine (schriftliche) Willenserklärung einem Empfangsboten des Adressaten ausgehändigt, so ist sie dem Adressaten zugegangen. Allerdings ist der Zeitpunkt des Zugangs nicht immer mit dem Empfang durch den Boten identisch.

((3)) Erklärungen unter Abwesenden auch, wenn bei mündlicher Erklärung ein Bote eingeschaltet wird
Demzufolge ist bei einem Boten in der Regeln nicht {{du przepis="§ 147 Abs. 1 BGB"}} sondern {{du przepis="§ 147 Abs. 2 BGB"}} anzuwenden.

((3)) Die Übermittlung einer Willenserklärung durch Boten
Ein Bote kann die Willenserklärung des an sich Erklärenden übermitteln. Es handelt sich dann um keine eigene Erklärung des Boten, sondern um eine solche des Erklärenden. Wird die Willenserklärung mittels Boten auf den Weg gebracht, so kann sie auch dann wirksam werden, wenn der Erklärende selbst nicht mehr weiter für Zugang beim Adressaten sorgt - diese Aufgabe übernimmt dann der Bote.
((2)) Vertreter
((2)) Organ einer juristischen Person
gelöschter Text:
((1)) Bote - rechtliche Bedeutung
Ein Bote übermittelt eine Willenserklärung des eigentlich Erklärenden. Die dabei auftretenden Probleme sind vielseitig und sind in ihrer Logik ebenso vielschichtig. Demnach kann die Frage ob und inwiefern ein Bote gehandelt hat, für unterschiedliche rechtliche Themen (und damit für unterschiedliche Stellen im Prüfungsaufbau eines einzelnen Falles) von Bedeutung sein. Die wichtigsten Anwendungsfälle sind dabei:
((2)) Zugang einer Willenserklärung beim Empfangsboten
Wird eine (schriftliche) Willenserklärung einem Empfangsboten des Adressaten ausgehändigt, so ist sie dem Adressaten zugegangen. Allerdings ist der Zeitpunkt des Zugangs nicht immer mit dem Empfang durch den Boten identisch.
((2)) Erklärungen unter Abwesenden auch, wenn bei mündlicher Erklärung ein Bote eingeschaltet wird
Demzufolge ist bei einem Boten in der Regeln nicht {{du przepis="§ 147 Abs. 1 BGB"}} sondern {{du przepis="§ 147 Abs. 2 BGB"}} anzuwenden.
((2)) Die Übermittlung einer Willenserklärung durch Boten
Ein Bote kann die Willenserklärung des an sich Erklärenden übermitteln. Es handelt sich dann um keine eigene Erklärung des Boten, sondern um eine solche des Erklärenden. Wird die Willenserklärung mittels Boten auf den Weg gebracht, so kann sie auch dann wirksam werden, wenn der Erklärende selbst nicht mehr weiter für Zugang beim Adressaten sorgt - diese Aufgabe übernimmt dann der Bote.


Version [4272]

Bearbeitet am 2009-11-24 16:05:47 durch WojciechLisiewicz [Korrektur Link auf Baumstruktur]
neuer Text:
//Fallbeispiel:// [[FallAuftragAnDesigner Auftrag an den Wohnraumdesigner]].
gelöschter Text:
//Fallbeispiel:// [[FallAuftragAnDesigner Auftrag an den Wohndesigner]].


Version [4230]

Bearbeitet am 2009-11-24 11:24:29 durch WojciechLisiewicz [Korrektur Link auf Baumstruktur]
neuer Text:
((2)) Vertreter
((1)) Voraussetzungen der Zurechnung
//Fallbeispiel:// [[FallAuftragAnDesigner Auftrag an den Wohndesigner]].


Version [4229]

Bearbeitet am 2009-11-24 11:18:27 durch WojciechLisiewicz [Korrektur Link auf Baumstruktur]
neuer Text:
((1)) Rechtsfolgen bei Mängeln der Vertretungsmacht


Version [4222]

Bearbeitet am 2009-11-24 10:46:10 durch WojciechLisiewicz [Korrektur Link auf Baumstruktur]
neuer Text:
((1)) Rechtliche Bedeutung der Vertretungsmacht
Als Voraussetzungen der Zurechnung einer Willenserklärung des Vertreters nennt {{du przepis="§ 164 Abs. 1 BGB"}} unter anderem das Handeln im Rahmen der Vertretungsmacht. Diese Voraussetzung hat jedoch wegen {{du przepis="§ 177 Abs. 1 BGB"}} eine andere Bedeutung, als eine Voraussetzung der Zurechnung. Wegen der letztgenannten Vorschrift ist festzustellen, dass die Frage der Vertretungsmacht (ist sie gegeben oder nicht?) entscheidend ist für die Feststellung, ob das Rechtsgeschäft für den Vertretenen wirkt oder nicht, also eine Frage der Wirksamkeit ist.
Die in {{du przepis="§ 164 Abs. 1 BGB"}} genannten Voraussetzungen haben somit unterschiedliche rechtliche Bedeutung: während das Handeln im Namen eines anderen eine Voraussetzung der Zurechnung überhaupt ist, ist die Vertretungsmacht problematischer - wenn sie fehlt, handelt es sich nicht etwa um ein Rechtsgeschäft des Vertreters allein. {{du przepis="§ 177 BGB"}} sieht hierfür andere Rechtsfolgen vor:
- zum einen kann das Geschäft durch den Vertretenen noch genehmigt werden,
- zum anderen macht sich der Vertreter schadensersatzpflichtig.
Eine direkte Bindung des Vertreters an das Geschäft bei Mängeln der Vertretungsmacht also nicht in Betracht.
Demzufolge ist die Frage des Handelns im fremden Namen bei Vertragsschluss (Abgabe der Willenserklärung bzw. Zugang bei passiver Vertretung) zu prüfen. Die Frage der Vertretungsmacht ist hingegen als Problem der Wirksamkeit des Rechtsgeschäfts bzw. des Vertrages zu behandeln.


Version [4217]

Bearbeitet am 2009-11-24 09:07:02 durch WojciechLisiewicz [Korrektur Link auf Baumstruktur]
neuer Text:
Ein Bote kann die Willenserklärung des an sich Erklärenden übermitteln. Es handelt sich dann um keine eigene Erklärung des Boten, sondern um eine solche des Erklärenden. Wird die Willenserklärung mittels Boten auf den Weg gebracht, so kann sie auch dann wirksam werden, wenn der Erklärende selbst nicht mehr weiter für Zugang beim Adressaten sorgt - diese Aufgabe übernimmt dann der Bote.
gelöschter Text:
Ein Bote kann die Willenserklärung des an sich Erklärenden übermitteln. Es handelt sich dann um keine eigene Erklärung des Boten, sondern um eine solche des Erklärenden.


Version [4216]

Bearbeitet am 2009-11-24 09:05:52 durch WojciechLisiewicz [Korrektur Link auf Baumstruktur]
neuer Text:
Demzufolge ist bei einem Boten in der Regeln nicht {{du przepis="§ 147 Abs. 1 BGB"}} sondern {{du przepis="§ 147 Abs. 2 BGB"}} anzuwenden.
((2)) Die Übermittlung einer Willenserklärung durch Boten
Ein Bote kann die Willenserklärung des an sich Erklärenden übermitteln. Es handelt sich dann um keine eigene Erklärung des Boten, sondern um eine solche des Erklärenden.
gelöschter Text:
Demzufolge ist bei einem Boten


Version [4215]

Bearbeitet am 2009-11-23 23:27:58 durch WojciechLisiewicz [Korrektur Link auf Baumstruktur]
neuer Text:
((1)) Bote - rechtliche Bedeutung
Ein Bote übermittelt eine Willenserklärung des eigentlich Erklärenden. Die dabei auftretenden Probleme sind vielseitig und sind in ihrer Logik ebenso vielschichtig. Demnach kann die Frage ob und inwiefern ein Bote gehandelt hat, für unterschiedliche rechtliche Themen (und damit für unterschiedliche Stellen im Prüfungsaufbau eines einzelnen Falles) von Bedeutung sein. Die wichtigsten Anwendungsfälle sind dabei:
((2)) Zugang einer Willenserklärung beim Empfangsboten
Wird eine (schriftliche) Willenserklärung einem Empfangsboten des Adressaten ausgehändigt, so ist sie dem Adressaten zugegangen. Allerdings ist der Zeitpunkt des Zugangs nicht immer mit dem Empfang durch den Boten identisch.
((2)) Erklärungen unter Abwesenden auch, wenn bei mündlicher Erklärung ein Bote eingeschaltet wird
Demzufolge ist bei einem Boten
((1)) Abgrenzung Bote - Vertreter
((2)) Empfangsbote
Der Empfangsbote ist derjenige, der
- vom Adressaten der WE ermächtigt wurde
- für ihn bestimmte Willenserklärungen entgegen zu nehmen.
Alternativ zur Ermächtigung ist der Empfangsbote auch dann anzunehmen, wenn jemand nach Verkehrsanschauung die Stellung eines Empfangsboten einnimmt.


Version [4214]

Die älteste bekannte Version der Seite wurde am 2009-11-23 20:45:24 durch WojciechLisiewicz erstellt. [Korrektur Link auf Baumstruktur]
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